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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1902) · p. Seite 319

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-07-01
Page
Seite 319 (sequence 19)
Language
German
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Die Wiederherstellung Israeis unter den Achämeniden. 319 Name ist (Vgl. Strassmayer, Inschriften des Nabonid N. 113. Z. 13. Inschriften des Darius N; 138, Z. 2 und N. 297,, Z. 2). Wir haben nun aus folgenden zwei Gründen die feste TJeberzeugung gewonnen, dass Sesbazar kein Jude war und fo^licb auch jede Identification mit Serubabel ausgeschlossen sein muss : I. *Wir finden weder in Esra noch in Neh. irgend einen vornehmen Juden, dessen Vater nicht ausdrücklich bei jeder Erwähnung genannt würde, vgl. Serubabel, Sohn Sealtiels; Josua, Sohn Jozaclaks; Esra, Sohn Serajas; Nehemia, Sohn Hachalias u. A. Dies wäre auch bei Sesbazar der Fall gewesen, wenn er ein jüdischer Fürst gewesen wäre. Die in Esra 2,;2 genannten 10 Leute waren nur Familienhäupter ohne jeglichen fürstlichen'Rang. II. Wäre Sesbazar Jude gewesen, so wäre er unbedingt unter den Karawanenleitern in Esra 2, 2, Neh. 7, 7, genannt worden. Graf Baudisfin (Einl. 1901) fragt nun: Wenn Ses- J hazar kein Jude war, wie hätte er die Berechtigung in Esra 2, 63y über religiöse Fragen zu entscheiden? Oder ist unter Tirsatha Serubabel zu verstehen? Dann war Serubabel zugleich mit Sesbazar im Paschaamte, was nicht einleuchtet״ Wir erwidern darauf: unter Tirsata ist wohl Serubabel zu verstehen. Deswegen braucht er aber noch länge kein Pascha gewesen zu sein., Wir haben oben gesehen, dass Hatirsatha kein Amtstitel ־war, sondern einfach soviel als Excellenz bedeutete. Es konnte daher sehr wohl zahlreiche Hatirsatas zu gleicher Zeit geben. Steht es somit fest, dass Sekbazar kein Jude, sondern ein babylonischer oder persischer Beamter war, so lösen sich die Widersprüche zwischen Esra c. I. II. III. u. V. von selbst, und so behält Rosenzweig (Ein Jahrhund. n. d. babyl. Exil, 32) Recht, wenn er sagt: ״Sesbazar war ein persischer Bevollmäehtigter, der für die Sicherheit der Exulanten zu sorgen hatte.! Dass dieses nothwendig war, erhellt aus Esra 6, 11. 8, 21. Neh. 2, 10. Er sollte die Yertheilung des Landes in Judäa vornehmen und die ersten zum Tempelbau erforderlichen Arbeiten anbahnen, was nach 5, 16 auch geschah. Nachdem er seine Mission erfüllt hatte, wurde er wahrscheinlich an den Hof des Königs zurückberufen.a Serubabel hingegen war als Davidide schon von Anfang an der geistige Führer des Volkes. Der Inhalt von Esra c. I bietet — von seinem fragmentarischen Zustande ganz abgesehen — keine Gelegenheit, Serubabel zu nennen. : In Esra 2, 3 stellt der Vf. Serubabel an den ihm gebührenden Platz; denn zweifellos

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