Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1902)
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1902-07-01
- Page
- Seite 309 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829760-2829765-2884038--31439-2884076- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die ■Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. 309 YII. Da עזריה und עזרא derselbe Namen ist, und in der Liste 7, 7 עזריה neben Nehemias aufgezählt ist, so sind es selbstverständlich die zwei bekannten Personen, die hier in der Liste aufgezählt werden. VIII. ״מרדכי״ (Neh. 7, 7. Esra 2, 2) ist selbstverständlieh der Oheim Esthers. "Wenn auch in der Zeit des Chronisten das Estherbuch 110 ch nicht existirte, so war doch schon eine Purimlegende bekannt, in der ״מרדכי״ vorkommt. IX. Serubabel und Josua können nicht aus Babylon gekommen sein, sonst wäre das ״ורחוקים יבואו״ (Zach. 6, 15) unbegreiflich. X. In der Liste ist das Datum des Monats Tisehri (Neh. 73 b) enthalten. Darum kann diese mit Esra 3 in keinen Zusammenhang stehen, da in Esra 3 von diesem Monate nicht die Rede ist. Vers 3, 4 ist interpoliert, da er keinen guten Zusammenhang hat (Vrgl. Marquard, Eundamente 35. Kosters, "Wiederherstellung 33—38). Darauf antworte ich nun der Reihe nach: Zu I. Abgesehen davon, dass solche grammatische Unregelmässigkeiten in den Nehemia-Memoiren nicht selten sind, begreift man durchaus nicht, was der Glossator mit dieser Glosse hätte erreichen wollen, da ja doch die Liste durch ihre Einleitung "״הבאים עם זרובבל über ihren Ursprung keinerlei Zweifel übrig lässt. Sicherlich kann diese Glosse — falls wir es hier mit einer solchen zu thun haben — keinen anderen Zweck gehabt haben, als eine nähere Bestimmung zu geben. Wie soll nun daraus auf die Unechtheit der ganzen Angabe geschlossen werden können? Stade (Gesch. Israels II. 171) und noch mehrere Exegeten haben zwar auch die beiden Worte für ungereimt gehalten; es ist ihnen aber nicht eingefallen, daraus solche Schlüsse zu ziehen. Zu II. ״מספרת״ muss zuerst zu "אספרת" verstümmelt werden, um e3 so mit ״Aspa-rapa44 oder ״Aspa-data44 zu vergleichen.״בגוי״ soll ״Bagoas44 oder,״Bagrath44 sein. Gesetzt nun, die Analogie wäre gesichert, so wüsste man noch immer nicht, was man zu einer so wunderlichen Logik sagen soll. Weil also bis jetzt der Name Bagoas erst hundert Jahre später nachgewiesen werden kann, deshalb kann er früher nicht exis tirt haben? Nichts ist wahrlich charakteristischer als diese Art der Beweisführung für die Umsicht und Sorg-