Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1902)
- Article
- Purim und Parodie
- Date
- 1902-05-01
- Page
- Seite 279 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Purim und Parodie. 279 עr. 47. S. 55 שטר מבירת המן ש נ מ כ ר לעבד«למרדכי,בשנת תרתין, jetzt ms, München 422, auch in der 2. Aufl. meines Catalogs noch nicht zu finden. U. 50b. (zu S. 56) שירים חדשים, Neue Gedichte für Chanukka und Purim, ms. Kauffmann X, 1883, n. 46 (6 Mark); ob etwa die חרוזים oben n. 19b (8. 277)? II. Ritualien und Sammlungen. Diese Abteilung bietet nur einen Anfang oder Versuch, die Ritus für Purim nach einigen Büchern und Hand- Schriften anzugeben. Ich ordne sie so, dass in erster Reihe (A) die Hauptritus in möglichst vollständigen Ausgaben vertreten sind; in zweiter Reihe (B) kommen kleinere Sammlungen von Hymnen nach ihren Titeln alphabetisch geordnet, darunter das von Fürstenthal zusammengestellte specielle Purimritual ־ in dritter Reihe (C) kommt ein Verzeichnis von mss. aus den 3 an liturgischen Sammlungen reichsten Bibliotheken, worin Hymnen für Purim verzeichnet sind. Zu bemerken ist, dass auch der Sabbat vor Purim (פרשת זכור), mitunter (z. B. in griechischen Riten)1) reichlich bedacht, hi eher gehört, wie Fasten Esther, einzelne Hymnen in den verschiedenen Riten oder Hymnensammlungen ihren Platz im Gottesdienste des einen oder anderen Tages einnahmen. Die besondere Bezeichnung, z. B. פזמון,יוצר ,מאורה ,חרוכות, ist oft unsicher, also unwesentlich, jedenfalls bibliographisch gleichgiltig. Eine Fasten-Liturgie für jene Tage scheint erst aus dem Usus (מנהי) sich hier, später als sonst, gebildet zu haben. In Zunz’s Ritus (1859) blätterte ich, um Etwas über Purimgebete zu entdecken, nachdem ich im (auszügliehen) Siddur des Amram Gaon (Ed. Warschau, I, 36b — 37b ) fast nur Vorschriften über das Lesen der Megilla gefunden hatte. Ich habe schwerlich Bedeutendes überschlagen. Erst unter der ״bedeutendsten Stadt für Ordnung des Westens״, Mainz, bemerkt Zunz (S. 69): ״Purim wurde bekannt gemacht, dass das Klopfen nur gestattet sei bei Verlesung der Namen von den Söhnen Haman’s“. Im polnischen Ritus wird (S. 74, Z. 4 v. u.) Meora am Purim hervorgehoben. Innerhalb des römischen Ritus haben einzelne Gemeinden ״eigene Poesien für Purim״ (S. •78). Im griechischen oder romanischen Ritus haben Purim und die Fast- ג) Z. B, Corfu, ms. Halb. 854, Bodl. 1082.