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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 227

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-05-01
Page
Seite 227 (sequence 22)
Language
German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Aeliämeniden. 227 Bsra c, 1—4 mehr als zwanzig Male. Hierauf erwidert Kosters, dass er bloss die nichtchronischen Theile meine. Was hilft ihm aber die Ausflucht, da ja doch die in Betracht kommenden Stellen aus der Zeit nach der Gola, z. B. Esrä 7ל 1—26. 8, 35—36. 10, 1—44 nach Kosters selber ebenfalls theils ganz vom Chronisten herrühren, tkeils chronistische üeberarbeitungen sind? In den wirklichen ״Ich-Stücken“ Esra^s kommt ״Israel“ nur 3 Mal vor (9. 1, 4, 15.) An den letzten beiden Stellen ist es der bekannte Gottesnamen "אלהי ישראל" den doch Kosters sicherlich nicht als Beweis für sich wird heranziehen wollen. Die erste Stelle ist leider eine solche, die Kosters selbst (95 — 96) als vom Chronisten stammend, bezeichnet und ebendarum für sich nicht verwenden kann. Aber selbst wenn diese Stelle nicht vom Chronisten stammte, so widerspräche sie erst recht der Kosterschen Behauptung vollständig; denn dort sind doch absolut die Eingeborenen Jerusalems im Gegensätze zur Gola gemeint (96). Fünftens: ״Hag. und Zach, sprechen zu einer fest angesessenen Bevölkerung,-welche Ackerbau,Weinberge, Olivenpflanzungen besitzt, die das Land schon seit vielen Jahren bewohnt (Hag. 1, 3—6, 2, 19, Zach. 8, 10—12)“ (Kösters 18). Allein selbst wenn Kosters Auffassung von Hag. 1, 9 gegenüber derjenigen Wellhausens und Sellins (Stud. II 1901, 59) die richtige sein sollte, so kann dieselbe noch nicht die geringste Stütze für Kosters Behauptung abgeben. Von ״alt angesessen“ ist dort keine Spur zu finden. Es geht aus all den Stellen nur hervor, dass die Colonisten Felder besassen und über eine Missernte zu klagen hatten. Das alles ist bei Colonisten, die seit 18 Jahren hier wohnten, nichts Unmögliches. Es wird übrigens kein Gelehrter heut bestreiten, dass Zach. 8,10—12 auf die grossen Zerrüttungen und Störungen, die Palästina unter dem Kriegszuge des Kambyses zu erleiden hatte, sich bezieht (vrgl. Meyer, Gesch. d. Alterthums, 1901, 178). Sechstens: ״Aus Zach. 1, 2. 3. 6.12. 2,16. 7, 5. 7 geht, nach Kosters, hervor, dass in der Zeit dieses Propheten noch keine Gola zurückgekehrt war; denn der Prophet hätte nicht so sprechen können, wenn sich kurz vorher in Palästina mehr als 50000 Menschen angesiedelt hätten“. Allein die ersten drei von Kosters angeführten Stellen kommen hier überhaupt nicht in Betracht, da dieselben unzweideutig nur Mahnungen zur Busse und Frömmigkeit 15*

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