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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 226

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-05-01
Page
Seite 226 (sequence 21)
Language
German
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226 Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. der Lage, diese Bedeutung sehr wohl nachzuweisen. Dass das. ״נשאר׳״ in Hag. 2, 3 ״übriggeblieben vom vorexilischen Geschleckte״ bedeutet, bedarf keines Beweises. Diese Bedeutung aber hängt keineswegs von der Erkenntniss ab, ob diese Menschen während des Zeitraumes vom vorexilischen Geschlechte bis jetzt fort während in Jerusalem, oder ob sie inzwischen in Babylon gewesen sind. ״Hag. 2, 4, Zach. 7, 5 wird das tempelbauende Volk“ sagt Kosters, ״mit ״עם האיץ״ angeredet, welches nach Esra 6, 21. 9, 1. 10, 2. 11, Neh. 10, 29. 32 ein Volk bezeichnet, von dem sich das wahre Israel absondern müsse; dann scheint der Gebrauch den die Propheten von diesem Ausdrucke machen — sie meinen die Tempelbauer also — zu beweisen, dass in der Zeit dieser Propheten noch keine Gola in Jerusalem war״ (Kosters 17.) Diese ganze Combination ist von Anfang bis zu Ende falsch. Die Propheten gebrauchen (vgl. Levit. 20, 2. 4, 27. u. A.) den Sing ״Volk des Landes״ zur Bezeichnung der Israeliten, während in allen von Kosters bezeichneten Stellen in Esra und Neh. die heidnischen Stämme Palästinas insgesammt durch den Plural ״עמי הארצות״ bezeichnet werden. Viertens lesen wir bei Kosters: ״Die Propheten Hag. und Zach, bezeichnen die Juden immer nur mit dem Namen ״Juda״, nicht aber mit dem Namen ״Israel״ (Zach. 2, 16, 8, 19) ebenso die aramäischen Documente in Esra c. I—IV. Da nun der Name ״Israel״ erst vorkommt, nachdem die Gola Esra's dorthin gekommen war, so liegt die Vermuthung nahe, dass man erst mit der Rückkehr dieser Verbannten Israel in Kanaan für wiederhergestellt erachtete.״ (Kost. 17.) In dieser ganzen Deduction findet sich nicht ein einziges Wort, welches einer kritischen Prüfung standhalten kann. Zach. — meint Kosters —־ gebraucht nirgends den Namen ״Israel.״ Nun kommt aber bekanntlich der Name auch in Zach. 8, 13 vor. Hierauf antwortet Kosters: dieser Satz sei interpoliert. Gewiss, die Methode ist wirksam. Nur schade, dass man mit ihrer Hülfe was immer man will beweisen kann. Weise ich nun z. B. daraufhin, dass auch in Zach. 2, 2 Israel steht, so könnte mir mit demselben Rechte Kosters entgegenhalten, dass auch diese Stelle interpoliert sei. Ist das nicht verblüffend einfach? Ferner meint Kosters: ״In Esra kommt der Namen Israel erst nach der Ankunft der Gola vor.“ Nun findet sich aber der Name in

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