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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 222

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-05-01
Page
Seite 222 (sequence 17)
Language
German
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222 Die Wiederherstellung Israels unter den Ackämeniden. den wir oben gelegentlich schon berührten, — dass nämlich der Bericht von Esra c. I in hebräischer Sprache gegeben ist, resp. dass er vom Chronisten stammt. Selbst Meyer, der sogar zugiebt, dass dem Chronisten ausser den Documenten Esra 5, 16 und 6, 2—5 noch sonstige aramäische kurze Aufzeichnungen zur Verfügung standen (Entst 75), bezeichnet Esra c. I, als ״chronistisches Machwerk nach jüdischem Greschmacke“. Und zwar ist es bekanntlich derselbe Ed. Meyer, der das für die Juden noch ungleich schmeichelhaftere Artaxerxes-Edict in Esra c. 7 mit grosser Energie verth eidigt. Ja er hält den Inhalt desselben für so sehr den persischen Verhältnissen entsprechend, dass er meint ״wir würden es ausser dem Esrabuche auch nicht anders erwarten". Warum soll das nun gerade bei Koresch, dessen Character, Politik und Diplomatie uns aus den zeitgenössischen Inschriften weit nielir als die des Artaxerxes bekannt sind, Dicht auch der Pall sein? Aber darauf giebt man die Antwort, dass der Chronist hier den Bericht über die Rückkehr in derselben Weise ergänzt und erweitert habe, wie er es mit den Berichten der Königsbücher in der Chronik that. (Kuenen Einl. 175. Meyer Entst. 75). Es ist nun hier selbstverständlich nicht der Ort, die Berechtigung oder Unberechtigung der Voreingenommenheit gegen den Chronisten zu untersuchen, aber Eines müssen wir doch hervorheben, dass nämlich grade diejenigen chro־ ni stischen Ergänzungen der Königsbücher, die die Beziehungen Israels zu den andern Völkern b e ni c h t e n, in der neueren Zeit durch zeitgenössische inschriftliche Documente so sehr sich als authentisch erwiesen, dass j e tz t di e Tiatsache, dass dem Chronisten über derartige Vorgänge alte Documente zur Verfügung standen, die dem Verfasser der Königsbücher unbekannt waren, nicht mehr wegdisputiert werden kann, selbst durch Scharfsinn und Sophistik nicht. So ist z. B. der Bericht von II Chron. 33, 11 im Königsbuche mit keinem Worte erwähnt, während die zeitgenössischen keilinsehrifllichen Berichte diesen Bericht in ganz ausführlicher Weise wiederholt erzählen. Vergl: die AssarhaddoninSchriften Prisma B. C. 13—27־, ferner die Inschriften Assurbanipals in den Annaleninschritten des Rassamcylinders C. 68—134. Parallelinschrift

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