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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 220

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-05-01
Page
Seite 220 (sequence 15)
Language
German
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220 Di0 Wiederherstellung Israels unter den Ackämeriiden. theil an sie heranging, dass sie als chronistisch mindestens ein wenig Unsinn enthalten müssen. Würde dieser Satz in einem Theile dieser Bücher, der nicht vom Chronisten stammt, stehen, so würde sich Bertholet nicht genöthigt sehen, die Worte ״וכל הנשאר״ so sonderbar zu interpretieren; Hat ja auch Siegfried diese. Worte auf die Zurückbleibenden, wenn auch nicht auf die jüdischen, bezogen. Ebenso bezieht Siegfried Vers 6 mit Recht auf die Juden. ",והמלך כרש הוציא את כל כלי בית ד, וגו" I.,;7—11. Und der König Koresch gab die Geräthe des Gotteshauses wieder heraus, welche Nabochodonozor aus Jerusalem hinweggeführt und in das Haus seines Gottes gethan hatte u. s. w. Winckler (KAT 1902. 279) sagt: ״Nach dem Königsbuche sind die Tempelgeräthe bei der Zerstörung Jerulems zerbrochen worden. Der Chronist aber lässt am Schlüsse seines Buches die Geräthe nach Babylon weggeführt sein. Das geschah wahrscheinlich mit Rücksicht auf die Legende in Esra Ia. . Wer aber II Könige 25, 13—17 und 24, 13 liest, wird sofort sehen, was von diesem gewichtigen Einwande Wincklers der Wahrheit angebört. Wenn Siegfried bei Nowak meint: ״Der chronistische Erzähler schreibt dem Kyros das Interesse für den Tempelbau zu, welches er selbst hat״ so müssen wir auf die oben citierten .inschriftlichen Parallelen verweisen, in denen deutlich berichtet wird, dass Kyros die Götterbilder aller unterworfenen Yölker an ihre Plätze brachte (vergl. KyroseylindeL 31. Nab. Ohr. 21). Warum muss das Zurückgeben der von Nabochodonozor weggenommeneujGeräthe an die Judäer weniger glaublich sein, als die Zurückgabe der von Nabonid weggeführfcen heiligen Götterbilder an die Babylonier? Uebrigens berichtet doch Kyros (Cylinder a. a. 0.) deutlich dasselbe von all e n unterworfenen Völkern, worunter doch auch die Juden indirecfc verstanden sind. Ueber Sesbazar und sein Verhältnis zu Serubabel vergl. unten Esra c, III. Die Aufzählung der Tempelgeräthe in Esra I, 9 — 11, muss heute selbstverständlich als eine ״chronistische Aufschneiderei״ angesehen werden, denn sie als authentische Aufzeichnung anzusehen, ist heut in exegetischen Kreisen fast unmöglich geworden. Aber merkwürdiger Weise ist die Zahl der Tempelgeräthe^ die in Esra 8, 25—30. 33. erwähnt ist^noch eine auffallend grössere, und diese Aufzählung befindet, sich sogar in einem Ich-Stück, dessen Äuthenticität,

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