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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 214

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-05-01
Page
Seite 214 (sequence 9)
Language
German
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214 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. ״Er b e w i 11 i g t e d i e E ü ck kehr der Gesammtheit aller Länder“. Das. ״רבן את בית ד׳ אלהי ישראל הוא אלהים אשר בירושלים״ ״Und er baue das Haus de3 Gottes Israels, das ist der Gott, der zu Jerusalem ist“. Auch in diesem harmlosen Satze, der nur die Erlaubniss zum Tempelbau — die auch Kosters, Marquard und ihre Anhänger nicht in Abrede stellen können —־ enthält, hat Siegfried (Nowak B. C. 1901 ״j ü d isehe“ Tendenz gefunden. ״Die Hauptsache ist auch hier, sagt er, der Wiederaufbau des Tempels und die Her- Stellung des ־jüdischen Gottesdienstes — eine jüdische, keine persische Angelegenheit“. Wie sehr bedauerlich ist es, wenn man im zwanzigsten Jahrhundert, in welchem ein so ungeheurer Schatz inschriftlicher, der Bibel zeitgenössischer Litteratur zugänglich ist, altorientalische Berichte lieber mit modern europäischem Massstabe misst, statt sich vermittelst dieser unzähligen parallellaufenden Berichte in die damaligen Verhältnisse aus der damaligen Redeweise zu versetzen! Man braucht nur die wenigen in schriftlichen Stellen, die wir oben beigebracht haben, zu beachten, und man wird es nur ganz situationsgemäss finden, wenn Kyros in seinem Erlasse an die Juden den Tempelbau in den Vordergrund schiebt, ganz ebenso wie er das Gleiche den Babyloniern gegenüber fortwährend gethan hat. Auch den übrigen Völkern berichtet er in erster Linie von der Rücksendung ihrer Götter und nachher von der Freilassung der gefangenen Völker selbst (Vgl. ״Kyroscylinder Ool. 32). Sind doch die assyrischen Eroberer, im Gegensatz zu den p e r 8 i s eben wegen ihrer Grausamkeit gegen die unterworfenen Völkern berüchtigt, und bestand doch das Hauptmittel ihrer politischen Macht in dem Transportationswesen, in dem sie die besiegten Völker ihrer Heimath entrissen und in fremden Ländern ansiedelten, um sie so ihre Heimath, Sprache, Religion und Eigenart vergessen zu machen. Trotz alledem aber waren selbst diese assyrischen Eroberer denjenigen Völkern gegenüber, die sie in ihrer Heimath wöhnön liessen, hinsichtlich ihrer Religion sehr zuvorkommend. So erzählt z. B. der mächtige assyrische Eroberer Asärhadön אסרחדן in seiner Prismainschrift A. u. 0♦ Col. II, Z 55. ,מחז אדט מחז דנת. מתא ערב ש אנא מתא אשור ארא אלני־שר... ■C01. m z. 1—9: סנאחירב שר מתא אשור אבא בנאה ■אכשדט, חזאל שר,מתא ערב, את תמרתש כבה אנא׳

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