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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 208

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-05-01
Page
Seite 208 (sequence 3)
Language
German
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208 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. Wir wollen damit nicht nachgewiesen haben, dass dies der officielle Titel des Kyros war, wenn es auch sehr möglich ist; denn wir kennen denselben nur in der Form, in welcher ihn Kyros den Babyloniern, nicht aber anderen Völkern gegenüber, gebrauchte. Soviel aber beweist doch mindestens die Inschrift, dass die hier gebrauchte Wendung "מלך פרס" nicht absolut aus der nachpersischen Zeit stammen müsse, wie man ganz allgemein behauptet. Dazukommt, dass man in volksthiimlichen Aufzeichnungen, wie denjenigen, die dem Chronisten Vorlagen, eine ängstlich genaue Wiedergabe solcher Titulaturfloskeln, die doch selbst einem ernsthaften jüdischen Geschichtsschreiber noch mehr als minderwichtig Vorkommen mussten, gewiss nicht erwarten darf. I, 2: ״ .״כל ממלכות הארץ נתן לי ד׳ וג׳Alle Königreiche der Erde hat mir Gott gegeben.“ Die mehrfachen Anstösse in diesen Worten liegen auf der Hand: 1. dass Kyros von ״allen Königreichen1 der Erde“ spricht und 2. dass er als echter Mazdäist seine ganze Herrschaft dem jüdischen Jbwh verdankt. Siegfried (Noväk 1901) sägt daher: ״Statt des Auramuzda setzt der hebräische Schriftsteiler ohne Weiteres Jhwh ein, weil dieser ebenfalls als Gott des Himmels galt. Ihm schreibt Kyros die Herrschaft über die Erde und den ausdrücklichen Befehl zu, den Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen. Ohne Weiteres traut der jüd. Verfasser dem Kyros zu, dass das, was ihm als die Hauptsache erschien, auch von diesem so angesehen werde.“ Man traut seinen Augen nicht, wenn man derartige Behauptungen noch im Jahre 1901 lesen muss. Sagt denn nicht Kyros auch von dem, ihm als Auramuzdaner noch viel ferner stehenden babylonischen Marduk mindestens ganz dasselbe? Soz.B.in seiner Cylinderinschrift Col. 12 : אשתימ מלכי אשר בבל לכי ש אתמך קתאשו כרש שר מחזו אנשן ״ .אתבי נכתשו אנא מליכתים כללת נפחר אזכר שמשוd e 1• Gott Marduk (von dem in den vorigen Zeilen die Bede ist) war besorgt um den gerechten König, den er in seinem Herzen trug, dessen H a n d e r e r g r .i f f, u m Koresch, König der Stadt Ansan, dessen Namen er verkündete; zumKönigfchum der Gesammtheit des Alls ward sein Namen ausgerufe n“. Ferner in Coi. 18: ״מתא כותי נמר עמן מנדה אכנש אנא

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