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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 203

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Studien über die Beschneidung
Date
1902-05-01
Page
Seite 203 (sequence 11)
Language
German
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Studien über die Besekneidung. 203 וכבר חשבו שזאת המילה היא השלמת חסרון יצירה ומצא כל חולק מקום לחלוק ולומר, איך יהיו הדברים הטבעיים חסרים עד שיצטרכו להשלמת רחוץ עם מה שהתבאר מתועלת העור ההוא לאבר ההוא ולא נתנה מצוה זה להשלים חסרון הבריאה und verfolgt consequent den Gedanken, dass bei diesem Gebot ausschliesslich das ethische Motiv in Betracht zu kommen habe ולא נתנה מצוה זה להשלים חסרון הבריאה רק להשלים לחסרון המדות Wenn wir jedoch die biologischen Verhältnisse der Vorhaut untersuchen so ergiebt sich1), dass der Zweck der Vorhaut darin besteht, die zarte Haut der Eichel vor äusseren schädlichen Einflüssen zu schützen .und sie dabei auch schlüpfrig zu erhalten, so lange sie (die Eichel, das Endorgan des männlichen Geschlechtssinnes) nicht in Function tritt. Wenn hingegen das männliche Geschlechtsorgan als solches in Thätigkeit ist — beim Begattungsacte — zieht sich diese schützende Hülle zurück und lässt die Eichel frei vortreten. Dieses Verhalten lehrt uns, dass das Präputium ein Scliutz 0 1’gan ist. Das beste Paradigma eines solchen Schutzorganes bilden die Augenlider, welche den Augapfel — das Endorgan des Gesichtssinnes — im Zustande der TJnthätigkeit, der Kühe, bedecken, während sie denselben, indem sie sich öffnen, freilassen, wenn er in Action ist, d. h. beim Sehen. Die Augenlider sind dazu berufen und auch geeignet, den Augapfel vor äusseren Schädlichkeiten zu bewahren. Eine ähnliche Function käme also auch der Vorhaut zu in Bezug auf die Eichel, selbstverständlich angepasst den ganz anderen Verhältnissen, wie sie beim Auge bestehen. Welche Eigenschaften muss nun ein solches Schutzorgan besitzen, wenn es seiner Aufgabe gewachsen sein soll? Es muss nach aussen derber und widerstandsfähiger sein, während, es nach innen mit einer zarten, schlüpfrigen Schleimhaut ausgekleidet zu sein hat. Vor Allem aber ist erforderlich, dass die Grössenverhältnisse desselben dem zu schützenden Organe genau angepasst seien, und dass dieses Endorgan in seiner ihm eigenthümlichen Functionsthätigkeit durch dasselbe in keiner Weise behindert werde. Es soll das Endorgan im Zustande der Kühe vollkommen bedecken und zur Zeit der Action prompt frei lassen. Kutna, über den Werth, der Frülibeschneidung. Medicinisclio Blätter, Nr. 18, 1902.

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