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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 165

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Der Wormser Judenrath
Date
1902-03-01
Page
Seite 165 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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Der Wormser Judenratli. 165 <mit. Der Bischof fragt nach, ob er (der Neugewählte) dazu durch seine Handlungen, sein Können (Vermögen) und seine Familie geeignet ist. Es gibt drei Familien, aus denen kein Parnas gewählt werden darf, und diese sind : Elsässer, d. i. die Familie Treves, die Familie Walch, und die Familie (der Name fehlt). Gleich nach der Wahl des Vorstehers ׳wird der Schammas' (Synagogendiener) herbeigeholt, und man sagt zu ihm : N. ist zum Parnas gewählt worden, geh1 und theile ihm und seiner Frau diese Botschaft mit. Der Schammas geht in das Haus jenes Vorstehers, und verkündet es ihm und seiner Frau, dabei wünscht er ihnen Masal tob. Der gewählte Parnas muss sich sofort, zusammen mit dem Schammas in die Kahal-Stube, den Versammlungsort der Parnassim, begehen. Die Vorsteher verkünden es ihm ebenfalls, und wünschen ihm Masal tob. Er ist verpflichtet, dem Schammas einen Goldgulden als Botenlohn zu geben. So ist es auch Brauch bei der Verkündigung der Wahl eines Almoseniers, nur beträgt dort der Botschaftslohn bloss einen halben Reichsthaler, wie vorher Kapitel (die Zahl fehlt) gesagt ist. 2. Ist der Bischof mit dem Parnas einverstanden, so kommt er persönlich, oder sein Stellvertreter, in das bischöfliehe Schloss, und lässt die Vorsteher, den Neugewählten, und den Schammas, der einen Pentateuch mitbringt, sich in dem Vorhofe [des Schlosses] des Bischofs, zu einer gewissen Vormittagsstunde des folgenden Tages versammeln. Jedermann darf in den Vorhof des Bischofs eintreten, während die Vorsteher dort Zusammenkommen. Die meisten Männer, Frauen, Knaben und Mädchen, die das Verlangen haben, sich die Wahl eines Parnas anzusehen, gehen hin und sehen sie sich an. Der Bischof oder sein Stellvertreter lässt die Vorsteher in das Schloss eintreten, und stellt ihnen, wenn sie alle beisammen sind, die obenerwähnten Fragen noch mn Mal. Dann kehren sie vom Schloss in den Vorhof zurück, wo sie stehen bleiben und einen Kreis bilden. Der Sekretär (המלומד) des Bischofs tritt darauf in den Kreis ein, wo er stehend oder sitzend verbleibt. An der Seite des Sekretärs steht der Schammas, in der Hand den Pentateuch haltend, in dem jenes Blatt aufgeschlagen ist, wo die zehn למחרתו יום ב׳ איז קהל יצ״ו ואייסד קהל שי, גיזעזין :Buche Folio 105b vor והסכימו בולם פה אחד . . . יום א׳ ג׳ אלול ש״צ בא אלי גומפיל שמש ופקד עלי בשם פרנס התודש כהר״ר פייבש רופא ובשם כל הקהל ואייסד קהל . . .

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