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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 147

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Zur Frage der Echtheit von Dunasch's Kritik gegen Saadia
Date
1902-03-01
Page
Seite 147 (sequence 7)
Language
German
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Zar Frage der Echtheit von Dunaseh’s Kritik gegen Saadia. 147 ׳reim וערכה לפי ערכה ואופניה ודרכה den Schluss zog, dass dem Yerf. von D2 Chajjug’s Werk noch nicht Vorgelegen haben kann, daran gedacht hat, dass nach seiner Annahme (p. 78, Z. 3 v. u.) die Schlussverse einem anderen Verfasser als dem von D2 gehören müssen? Oder meint E. mit der von ihm beliebten Aenderung von ודרכה in ודרכיה bewiesen zu haben, dass hier kein Schlussreim vorliegt? Ich gehe zu meinem letzten Einwand gegen Dunasch’s Autorschaft über. Der höchst ungelenke, arabisch gefärbte :Stil von D2 contrastiert dermassen mitD1, dass beide Schriften nicht von einem nnd demselben Verfasser herrühren können. Das erkennt auch E. völlig an. Aber zur Wahrung der Autorschaft Dunasch’s greift er zu der willkürlichen Annahme, dass D2 eine Uebersetzung des ursprünglich von Dunasch arabisch geschriebenen Originals sei. Bisher stand fest, dass Dunasch, der das Hebräische meisterhaft schrieb, seine grammatischen?Schriften nur hebräisch verfasst hat, und dass Mose Ihn Chiquitilla, der erste Uebersetzer einer grammatischen Schrift aus dem Arabischen ins Hebräische gewesen ist. Wodurch will E. die bisherige Annähme umstossen und seine neue Ansicht stützen? Aus 102 אצלם, das zur Bezeichnung des Sprachgebrauchs bei den Hebräern dient, soll hervorgehen, dass das Original von D2 ursprünglich arabisch gewesen ist, denn nur ein arabisch schreibender Autor konnte von den Hebräern schreiben ״bei ihnen״. Ganz recht, aber E. hat übersehen, dass a. a. O. der arabisch schreibende Autor kein anderer als השלם nicht annehmbarer. Das Ungrammatische der Construction [הדי השלום ist in einer Schrift, die von unhebräischen Barbarismen und vSdireibfehlern wimmelt, entweder als Sprachschnitzer des Verfassers nicht auffallend oder als Schreibfehler des Abschreibers in די] השלום zu corrigieren. Ich habe die Worte אבל אי] לנו להשליך דבר מ] דין השלום שדנוהו המדקדקי]; also verstanden : aber wir dürfen nicht ein Wort aus der Kegel der Dreibuchstäbigkeit, die die Grammatiker aufgestellt haben, herauswerfen (oder: wir dürfen nichts von der Kegel der Dreibuehstäbigkeit wegwerfen). Und darum, so heisst es weiter, dürfen wir nicht von פרש eine Form פרשדונה bilden. Weil D2 den Terminus שלם für eine ״dreibuchstäbige starke“ Wurzel braucht, darum ist es nicht unmöglich, dass די] השלום das Gesetz der Dreibuchstäbigkeit bedeutet. Doch, wäre mir die Lesung הדין השלם lieber, wenn sie nur einen rechten Sinn gäbe. Ich schlage datier vor, unter Berufung auf das N. 1 vorkommende דין ודדקוק ושקול כל מלה statt הדי] השלום zu lesen [הדי השקול oder הדי] והשיקול, was einen vortrefflichen Sinn hätte. 10*

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