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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 144

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Zur Frage der Echtheit von Dunasch's Kritik gegen Saadia
Date
1902-03-01
Page
Seite 144 (sequence 4)
Language
German
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144 Zur Präge der Echtheit von Dunasch’s Kritik gegen Saadia. stabengruppierung dem Einwande und Spotte der Schüler Menachems zu entgehen. Denn diese fassten das Wort כטב nicht anders auf, als dass es כטוב bedeuten sollte und rügten daran erstens das Fehlen des unbedingt erforderlichen ו und zweitens dass, auch wenn man sich das ו hinzudenken wollte, kein rechter Sinn herauskäme (Stern I, p. 40 u. ff.). Aber bietet das neue Mnemonikon D2 אדניה שלו כתם טב, nicht auch die Schwierigkeit, dass es טב statt טוב heissl? Und ist damit der' Spott der Schüler Menachems, dass die 13 Servilbuchstaben des Dunasch glatt דנש הלוי טמא כתב ergeben, etwa abgeschlagen? Das wäre nur dann der Fall gewesen, wenn Dunasch seine ursprüngliche Ansicht von der Zugehörigkeit des ט zu den Servilbuchstaben geändert und sich entschlossen hätte, mit Saadia und Menachem nur 12 Servilbuchstaben anzunehmen. E. hebt hervor, dass das Mnemonikon für die ’Wurzelbuchstaben in beiden Schriften das gleiche ist. Aber wir dürfen nicht ausser Betracht lassen, dass es fast unmöglich scheint, aus den 11 Wurzelbuchstaben eine neue aus zusammenhängenden Worten bestehende Gruppierung zu bilden, und dass darum die Aenderung des Mnemonikon in D2, gleichviel von wem und aus welchem Grunde sie vorgenomen worden ist, nur bei den Servilbuchstaben vorgenommen werden konnte. Die Bemerkung E.’s, dass Dunasch gegen Menacbem ״kühn" sagen mochte; אמת כטב, während er seine Ansicht gegen Saadia ״nur" als כתם טב bezeichnet, ist doch nur leere Spielerei mit Worten. Denn wer seine Ansicht als ״feines Gold" bezeichnet, ist nicht weniger kühn und nicht mehr naassvoll, als wer sie eine ausgesprochene ״Wahrheit" nennt. Ich möchte übrigens wissen, was Dunasch, nachdem er von den 13 Servilbuchtaben 7 in den Worten לנש הלוי untergebracht, mit den 6 übrigen anderes anfangen konnte, als sie ״kühn" zu אמת בטב zu gruppieren, und ich möchte E. auch fragen, was der Verf. ־von D2, nachdem er 8 Servilbuchstaben zu אדניה שלו zusammengestellt, aus den übrigen 5 anderes hätte machen können als כתם טב. Das dritte (richtig: zweite) Argument gegen die Autorschaft Dunasch’s, der Hinweis auf die principielle Verschiedenheit des Standpunktes von D2 gegenüber D1 in Bezug auf lexicalische Vergleichung des Hebräischen mit dem Arabischen und Aramäischen, ist von E. nicht entkräfte t worden. Dass es dem Autor von D2 ״nur darauf ankommt,

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