Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1902)
- Article
- Zur Frage der Echtheit von Dunasch's Kritik gegen Saadia
- Date
- 1902-03-01
- Page
- Seite 143 (sequence 3)
- Language
- German
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Zur Frage der Echtheit von Dunasch’s Kritik gegen Saadia. 143 liegt, dass D2 N. 134 Formen wie וילחמוני weit schwieriger findet als die Form עשיתיני, ist nicht damit widerlegt, dass ״nach den Ausführungen von D2 N. 102 ני in עשיתיני sich einfach als Accusativobject erklären lässt“, während Formen wie וילחמוני immerhin schwieriger seien. Dass D2 diese Ansicht hat, geht freilich sowohl aus IST. 102 als auch aus N. 134 hervor. Aber D1 schreibt p. 54 über Formen wie דלחמוני, dass es dergleichen viele in der h. Schrift giebt (ויש לנו דברים רבים במקרא . . .), also bieten solche Formen nach Dunasch gar keine Schwierigkeit, geschweige denn, dass sie scliwieriger wären als das ganz vereinzelt vorkommende ßeflexivum in der Qal-Form עשיתיני. — E. findet die Uebereinstimmung mancher Erklärungen von D2 mit Menachem nicht auffallend. Eine genaue Nachprüfung der von mir im Texte p. 252 und in der Fussnote angeführten Belege giebt mir, auch nachdem ich die Gegenbemerkungen E/s gelesen habe, das Recht, daran festzuhalten, dass D2 nicht unabhängig von Menachem ist — eine Uebereinstimmung ohne Verschiedenheiten habe ich niemals behauptet, — und dass diese Benutzung Menachems höchst auffallend wäre, wenn Dunasch, der verbissene Gegner Menachems und seines Werkes, als Verfasser von D2 zu gelten hätte1). Auch die Verschiedenheit der Mnemonika für die Wurzelbuchstaben, meint E., kann nicht als Beweis dienen, D2 dem Dunasch abzusprechen. Als Beweis allerdings nicht, aber ich habe es auch nicht als Beweis hingestellt, sondern nur gesagt (p. 252), dass der Verf. von D2 nicht Dunasch zu sein scheint, weil Dunasch’s rechthaberischer Charakter nicht annehmen lässt, dass er sein Mnemonikon wegen des von Menachems Schülern dagegen erhobenen Einwandes umgeändert und statt seines richtigen und vollen Namens דנש הלוי, dessen gelungene Einfügung in das Mnemonikon den grossen Neid der Schüler Menachems erweckt hatte (Stern II, p. 28 u.), es vorgezogen haben soll, den Namen אדניה einzusetzen, ohne durch diese neue Buch- ג) Was E. in seiner Anm. 3, p. 69 hervorhebt, dass Menacbem in seiner Erklärung von ,ותלד die Form ויגבה nicht citiert, ist völlig belanglos, da doch die Erklärung von ,ותלד zu rad. ,גבד gegeben wird. Auch scheint mir nicht richtig, dass Saadia, dessen Ansicht Menachem unter אנשי פתרון anführt■, ותלד mit תלאה erklärt habe. Ich glaube, dass statt des von Filipowski (p. 51b) zu ממרת תלאה gegebenen Stellennachweises שמות י״ה ח׳ auf Ij. 4, 2 תלאה zu verweisen ist.