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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 117

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-03-01
Page
Seite 117 (sequence 21)
Language
German
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Die Wiederherstellung Israels unter den AehämenLderL•!17 unbegreiflich, weshalb der Chronist eine so kurze Ergänzung in zwei verschiedenen Sprachen geschrieben haben sollte. Nun ist aber die primäre aramäische Ergänzung von ganz demselben chronistischen Geiste, wie die darauffolgende hebräische, getragen. Aus alledem ergiebt sich klar, dass der Nachweis chronistischer Spuren in Esra-Neh. als gelungen nicht angesehen werden kann. Wenn schliesslich König auf dem Umstand hinweist, dass die älteren Partiee□, näm־ lieh die aramäischen Docuraente und die Ich-Stücke, insofern ein besonderes Merkmal aufweisen, als die persischen Könige in ihnen entweder ״מלך בבל״ oder einfach מלכא, מלך heissen, während in den sonstigen Theilen der König stets ״מלך פרס״ genannt wird, so beweist dies doch nicht mehr, als dass diejenigen Theile, die stets ״מלך פרס״ schreiben viel jünger sind als die anderen. Keineswegs aber darf daraus ohne Weiteres auf die Einheitlichkeit des Verfassers dieser Teile geschlossen werden, zumal der Ausdruck מלך פרס auch in Daniel sehr häufig ist (Dan, X, 1. 13. VI, 29 u. s. w.). Oder sollte man. etwa aus der gemeinsamen altern Form ״מלך בבל״ (den keilinschriftlichen Documenten gemäss, ist dieser Titel der originellste) auf die Einheitlichkeit des Verfassers der Ich- Stücke und der aramäischen Documente schliessen dürfen? Ein anderes, unseres Erachtens, viel wichtigeres Moment hat bis jetzt sehr wenig Beachtung gefunden* Der Name Artachsasta wird in Esra IV, 7 a. b 8, 11. 23. VI, 14 äurchgehends mit ״ש״, von Esra VII bis Ende Neh. aber ausschlieaslich mit ״ס״ geschrieben (so z. B. VII, 1. 7. 11. 12. 21. Neh. II, 1. V, 14. XIII, 6). Dass dies nicht zufällig ist, wird kein Mensch in Abrede stellen. Wie verträgt sich das nun^ mit der Annahme der Einheitlichkeit eines Verfassers für beide Bücher? Sehr charakteristisch für die Versuche, den Verfasser unserer Bücher mit dem Chronisten zu identifieiren, ist.z־u guter Letzt auch der Umstand, dass, während diese Annahme für viele Exegeten־ als eine ausgemachte Thatsache gilt, ge- H^adre König und D r i v e r, die sich mit den Wortana־• logieen am eingehendsten beschäftigt haben, von dieser Sicherheit gar nichts zu berichten wissen. Für D r i v e r. ist diese Identität nur wahr sc;i e in 1 i c h, König;gelangt sogar zu dem Ergebnis, dass in den beiden Büchern k e in einziges Moment nachweisbar ist, welche diese Identität beweisen könnte. Er findet viel-

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