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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 103

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-03-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Aehämenideiu 103 siebenten Monats, in welchem eben diese Handlung vollführt wurde, die Exulanten bereits an Ort und Stelle waren. VIII. Es ist vielen Exegeten aufgefallen, dass ein und derselbe Verfasser in demselben Buche eine so grosse Liste zweimal gegeben habe, während er doch durch blosses Verweisen auf die erste Wiedergabe seiner Pflicht hätte genügen können. Ich möchte jedoch meinen, dass gerade die Thatsache der Wiederholung allein schon einen unvoreingenommenen Beurtheiler hätte veranlassen müssen, zwei verschiedene Verfasser für die beiden Darstellungen anzunehmen, 3. - E s r a III. IX. Zu den Beweisen für die Ungeschichtlichkeit von Esra III. zählen viele Exegeten auch den Widerspruch zwischen Esra III 4 und Neh VIII 17. Nach letzterem Berichte habe seit den Tagen Josuas, des Nachfolgers Moses, keine Succotbfeier stattgefunden, während nach dem ersten das Succothfest unter Serubabel gefeiert wurde. Sollte wirklich ein und derselbe Verfasser zwei einander scheinbar so crass widersprechende Berichte in ein und dasselbe Werk, ohne den Widerspruch zu merken, hineingearbeitet haben? 4. Esra IV. X. Absolut unbegreiflich wäre es, wie der Chronist, der doch bekanntlich seine Ergänzungen zu Esra und Neh. ohne Quellen hergestellfc haben soll, ein halbes Jahrtausend nach Assarhaddon zu dem von diesem Könige handelnden Bericht (IV, 2), den Schräder zuerst 1867 auf Grund von II. Reg., XVII, 24 bestritten hat, später aber auf Grund keilinschriftlicher Berichte, sich genöthigt sah, als authentisch anzuerkennen (K. A. T. 373) gekommen sein sollte. Auch Bertholet zur Stelle sagt: ״Ein Zug wie die Nennung Assarhaddons dürfte auch zeigen, dass wir hier mehr als reine Erfindung des Chronisten vor uns haben״. Hinsichtlich der Berichte in Esra IV, 6—23, gehen die Ansichten sehr auseinander. Die Einen, wie G r aet z, Wellhausen, Kosters und M a r q a r d, halten diesen Brief- Wechsel für eine chronistische Erhcjjing. Andere, wie Kö nig (in seiner Einl. z. A. T.) und Bertholet (z. St.) huldigen der alten Anschauung von Ewald, Hitzig, Nagelsbacli, Talke und Bos׳enz weig, wonach in Artachsasta und Achasveros nur andere Namen für Kambyses und

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