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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 101

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1902-03-01
Page
Seite 101 (sequence 5)
Language
German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. 101 1. Es1*a c. I. I. Es ist ganz undenkbar, dass der Verfasser von Esra c. I., der zweifellos . einerseits darauf ausging, die Gunst und Hochherzigkeit des Kyros nach Möglichkeit hervorzuhehen, und andererseits danach trachtete, die Opfer- Willigkeit der Juden selbst hinsichtlich der reichlichen Spenden, die sie diesem Unternehmen entgegenbrachten, in das rechte Licht zu setzen, das Kyrosedict in VI, 3—5 gekannt und nichtsdestoweniger das für ihn allerwichtigste Moment daraus, nämlich die Hergabe der Kosten für den Tempelbau aus dem königlichen Schatze (YI. 4), ganz unerwähnt gelassen haben sollte, während er doch die sonstigen Spenden für den Tempelbau gar nicht genug loben und rühmen kann (I, 4. 6. II, 68. 69). II. Wenn er schon aus blosser Liebe zum Tempel und zum Cultus sich bemüht, die Tempelgeräthe im Einzelnen aufzuzählen (I, 9 — 11), um wie viel lebhafter hätte der von Kyros selbst entworfene Bauplan des Tempels (YI, 3—4) -sein Interesse erregen müssen. III. Er hätte ferner sicherlich dasselbe Kyrosedict (YI, 3—5), wenn es ihm bekannt gewesen wräre, in Cap. I. (gemäss Esra IV., V., YI.) citiert und in derselben Weise ergänzt. Und wenngleich das genannte Edict eigentlich in Esra c. VI. am Platze ist, so hätte ihn doch nichts abhalien dürfen, dasselbe auch an einer anderen nöthigen Stelle ein״ :zuschalten. Hat er bekanntlich doch auch die grosse Karavanenliste unbedenklich zweimal mitgeteilt (Esra II Neh. VII). IY. Für viele Forscher (Vgl. Meyer, Gesch. d. Alt-. 1901, 185) bleibt es ein unaufgeklärtes Räthsel, woher der Yerfasser den gut persischen Namen ״Mithredath“ (I., 8) hatte. Y. Bei freier Combination des Berichtes wäre eine Unvollständigkeit, wie sie Esra I. aufweist, ganz undenkbar. Kein Datum des Auszuges, keinen Bericht über die Schicksale der Expedition während der langen Heise, keine An- :gäbe über ihre Ankunft in Palästina finden wir da. Alles dies aber hätte der Chronist nach dem Muster von Esra VII, 9 doch mit der grössten Leichtigkeit fertig bringen können. VI. Wie ist es endlich zu erklären, dass die Worte, die der Chronist in der griechischen Zeit dem Kyros in den

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