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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 5 · p. Seite 447

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 5
Article
Studien über die Beschneidung
Date
1901-01-01
Page
Seite 447 (sequence 15)
Language
German
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Studien über die Beschneidung. 447 dass das männliche Glied leichter rein gehalten werden kann, da durch sie eine Ansammlung von zersetzter Yorhautschmiere (smegma praeputii) und alle Zustände, welche diese Ansammlung herbeizuführen ־vermögen, verhindert werden. Allein gleichwie der TJnbeschnittene (ערל) an diesem Körpertheile gesund und rein sein kann, ebenso wird durch die Beschneidung allein die Reinheit (טהרה) einer solchen Person noch nicht gewährleistet. Nach der mosaischen Auffassung bildet zweifellos die Beschneidung nicht die Bedingung der körperlichen Reinheit, sondern vielmehr der körperlichen Vollkommenheit. Auch die Tradition fasst die B, als die Verbesserung eines körperlichen Mangels auf1). Die bezüglichen Stellen lassen keinen Zweifel aufkommen, dass die Vorhaut nichts mit Unreinheit, die Beschneidung nichts mit der Reinheit gemein hat2). Diese Auffassung der B. findet ferner ihre Bekräftigung in der Bedeutung des Wortes ערלה ♦ערלה hat überall die Bedeutung eines Hindernisses; es wird darunter stets etwas verstanden, was eine gewisse Unfähigkeit, Untauglichkeit bedingt. Der ״ערל״ ist unvollkommen. Wem die Gabe der Beredsamkeit, der fliessenden Rede versagt ist, der hat ״unbeschnittene Lippen“ oder eine ״unbeschnittene Zunge“; wer hört, jedoch nicht versteht oder vielmehr nicht verstehen will, dessen Ohr ist unbeschnitten; wer unvollkommenen Herzens ist, dem wird die ״Vorhaut des Herzens“ zum Vorwürfe gemacht; endlich heisst auch die Frucht, welche für untauglich zum Genüsse erklärt wird, ״Vorhaut“. Das Zeitwort ״ערל״ hat dem entsprechend die Bedeutung untauglich machen“3). ־—..כישראל לבל דבריו T. bab. Abodaii sarah 57 a הולקח עבדים מן העכל׳ים שמלו ולא טבלו וכן בני השפחות שמלל ולא טבלו רוקן ומדרסן בשוק טמא. — T. bab. Cherithoth 9 a. רבי אומר: ככם כאבותיכם, מה אבותיכם לא נכנסו לברית אלא במילה וטבילה והרצאת דם, אף הם לא יכנסו לברית .אלא במילה וטבילה והרצאת דמים מפני מה לא נתנה מילה לא״הר ......... אדם צריך תיקון ף♦ 2) Die einzige Stelle wo ערל neben טמא vorhommt: Jesaj. 52, 1 "כי לא יוסיף יבא בך ערל וטמא" kann keinen anderen Sinn haben, als : ״weder ein tTnbeschnittener noch ein Unreiner soll zu dir gehören.“ 3) Levitic. xix, 23 וערלתם ערלתו את פריו שלש שנים יהיה לכם ערלים — לא יאכל. Habakuk 11, 16. שתא גם אתה והערל.

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