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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 4 · p. Seite 412

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 4
Article
Verfassungsrecht der gemeinen Judenschaft zu Fürth und in dessen Amt im 18. Jahrhundert
Date
1901-01-01
Page
Seite 412 (sequence 9)
Language
German
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412 Verfassungsreeht der gemeinen Judenscluift zu Fürth. Evostei* Abschnitt. Die natürlichen Elemente der Gemeinschaft. § 3. Umfang und rechtliche Natur. L Umfang. Die g. J. z. F. u, i. d. A.* 1) umfasste in den Jahren 1717 bis 1820 — das Vollzugsverfahren des Judenediktes von 1813 gelangte in Ansehung der Fürther Judenschaft erst in diesem Jahre zum Abschluss2) — 1) als Angehörige alle Juden, welche a) in der freien Hofmark Fürth und in dem Bezirke des dortselbst befindlichen dompröbstiscben Amtes — in Unterfarrnbach hatten sich, unbekannt wann, sicher aber schon vor dem 18, Jahrhundert3) Juden niedergelassen — ihren Wohnsitz haben, sowie b) diejenigen anderswo wohnhaften Juden, welche ״ausser Lands in Schutz seyndt und bei der Judenschafft (in Fürth) ihren Anteil haben“ (XXIV), d. h. im räumlichen Wirkungskreis einer fremden Territorialjudenschaft wohnen und den Schutz des dortigen Landesherrn gemessen, infolge früheren Wohnsitzes in Fürth aber auch noch an dem dompröbstischen Schutze der Fürther Judenschaft teilnehmen; 2) als ihrer Gewalt unterworfene Nichtaugehörige (Fremde) alle innerhalb ihres räumlichen Wirkungskreises sich aufhaltenden Personen jüdischer ״Nation“. In der Zugehörigkeit wird kein Unterschied dadurch begründet, dass die Mehrzahl der Angehörigen unter dompröbstischem, einige aber unter Ansbachischem Schutze stehen bezw. auf Dompröbstiscliem oder An3bachischem Gebiete wohnen4 S.). ג) Die Erwähnung des ״Amtes“ neben Fürth wird gewöhnlich nicht beachtet; sie findet sich aber regelmässig in den Quellen, so z. B. der Einleitung des Reglements, der Bestätigungs-Urkunde Maximilians II. (bei Sax 1. c. S. 7) und anderwärts. 2) Acten des E a b b i n a t s m Eürtli; s. auch B a r b 0 c k 1. c. $. 88. *B A 161 spricht von dieser Niederlassung als einer längst 1)0־ stehenden. 4) 1754 berichtet Würfel (1. c. S. 4), dass in Fürth ״die Juden- Seelen schon bei die 6000 Mn wollen ge schätzet werden“ — nachweisbar eine Uehertreibung, da 1756 in Fürth nur 1540 Familien überhaupt lebten, wovon die überwiegende Mehrzahl protestantisch war (Sax 1. e. S. 25). Die Volkszählungen, von 1807 und 1812 ergaben (ibid.) 2680

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