Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Anlage des Jad Hachasaka
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 328 (sequence 7)
- Language
- German
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328 Anlage des Jad Hachasaka. eine geschickte Wendung das im Talmud Getrennte und doch Zusammengehörige künstlich zu verweben1). Den Text des Talmud unterwarf Maimonides — was für seine halachischen Feststellungen von grossem Ein־■ flusse sein musste — einer strengen Kritik und war be~ müht die richtigen Lesarten herzustellen. Es war ihm gelungen in Egypten einen Theil eines Talmudexemplars aus dem siebenten Jahrhundert ausfindig zu machen, das, nach damaliger Art, auf Pergament geschrieben war2). Oöfters weist er den Geonim falsche Lesarten nach, denen er entgegenhält, dass er viel ältere Texte verglichen habe3). Darum ist der Jad Hachasaka für die Textkritik des Talmud von der grössten Wichtigkeit. Ein grosser Theil der Einwendungen des R’Abraham ben David lässt sich auf die Verschiedenheit der Texte zurückführen4), in welchen Fällen das Recht wohl auf Maimunis Seite sein dürfte. Ebenso hat M. zur Feststellung der masor. Abtheilungen im Pentateuch die Zweitälteste Handschrift benützt5), cs ist dies die berühmte zum Muttercodex gewordene M. den Ausdiuk דבק, weil derselbe eine lose Verbindung bedeutet, מבע hingegen als eng^s, unzertrennliches Anschlüssen — was M. eben verneinen will — ausgelegt werden könnte. מניד משנה bemerkt hierzu : ולהודיענו וה שנה דבינו לשון המשנה וכתב הדבוקה בכל גופו. Bechoroth 7b heisst es in der Mischna: דג טמא שבלע דג טהור מותר באכילה וטהור שבלע דג טמא אסור באכילה M. das. 1, 5 verändert den Wortlaut der Misch na durch seine Passung: דג טמא שנמצא במעי דג טהור אסור, ודג טהור הנמצא במעי דג טמא מותר womit M. andeuten will, dass man nicht gesehen haben muss, wie ein Fisch den andern verschlungen bat — wie im Talmud anfangs angenommen wird — sondern, dass man sich bloss durch Untersuchung der Eingeweide überzeugen kann, ob eine fremdartige Gattung sich darin befindet. Auch hier bemerkt ולזה כתב : מ״מ .רבינו דג טהור הנמצא במעי דג טמא ולא כתב לשון המשנה ג) Vgl. הי שופר II, 8, wo M. die Mischna, Bosch Haschana 29a mit der hierzu gehörigen Boraitha 30a verbindet, was Joseph Caro mit den Worten hervorhebt♦ ורבינו כלל לשו; המשנה ולשון הברייתא בלשונו הטהורה vgl. ferner 9 ,111 ה, שופר u. מ״מ daselbst. 2) ד,, מלוה ולוה XV, 2: והגיע לידי במצרים מקצת גמרא ישנה כתוב על .המילים כמו שהיו כותבין קודם לזמן הזה בקרוב המש מאות שנה ה׳ אישות ף XI, 13: יש גאונים שהורו .... ואין דרך הגמרא מראה דבר זה וטעות היה בנסחאות שלהם, וכבר בדקתי על ספרים רבים וקדמונים ומצאתי .שהדבר כמו שבארנו ף Vgl. Gross a. a. 0. S. 81. ö) ה׳ ספר תורה viii, 4 וספר שסמכנו עליו בדברים אלו הוא הספר הידוע במצרים שהוא כולל ארבעה ועשרים ספרים שהיה בירושלים מכמה שנים לדמה ממנו הספרים ועליו היו הכל סומכין לפי שהגיהו בן אשר ודקדק בו שנים הרבה והגיה פעמים רבות כמו שהעתיקו. ועליו סמכתי בספר התורה שכתבתי כהלכתו.