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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 324

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Anlage des Jad Hachasaka
Date
1901-01-01
Page
Seite 324 (sequence 3)
Language
German
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324 Anlage des Jad Haehasaka. senschaft oder der Medicin angehören, schlägt eine von beiden Methoden ein : die Methode der Codificirung oder die der Commentirung. Erstere besteht darin, die festen Normen allein hinzustellen, ohne Einwurf und Recht» fertigung, ohne irgend welchen Beweis, so wie es R. Je» huda der Heilige in dem Codex der Mischna gethan; der Letztem liegt es ob, die richtigen Normen anzuführen, wie die abweichenden Meinungen, die Einwendungen gegen alle Punkte, wie ihre Rechtfertigung, den Beweis, dass dies wahr, jenes falsch, dies einleuchtend, jenes dunkel sei. In dieser Weise verfährt der Talmud, denn er ist ein Commentar zur Mischna. Ich aber wollte keinen Commentar, sondern einen Codex nach Art der Mischna schreibenttl). M. sucht hierauf die Ausstellung gen des Pinchas im Einzelnen zu widerlegen. Wenn er keinen Autor anführe, so sei er nur dem Beispiele R. Jehuda des Heiligen gefolgt, der die von ihm als endgiltige Norm anerkannte Halacha anonym (als סתם משנה) hinstellt. Nur wenn er über eine Meinungsverschiedenheit zu keiner festen Entscheidung gelangen konnte, und Manche der einen Ansicht, Andere der entgegengesetzten folgten, führt R. Jehuda beide Meinungen mit Namhaftmachung ihrer Autoren an, es den Spätem überlassend, die endgiltige Norm festzustellen. Für ihn (Maimuni) jedoch sei dieser Fall gar nicht ein getreten, denn der Talmud setze die endgiltigen Normen entweder ausdrücklich fest oder gebe allgemeine Regeln an, nach welchen dieselben zu ermitteln seien. — Dass der Mangel der Quellenangabe im Jad Ha־ chasaka für das Studium desselben sehr nächtheilig sei, giebt M. zu und gesteht offen ein, dass er zuweilen selber die Quellen nicht anzugeben wisse, aus denen er die Normen geschöpft habe. Daher nahm er sich auch vor, eine Quellenangabe als besonderes Buch erscheinen zu lassen, sie aber nicht seinem Jad Haehasaka einzufügen, weil eben die Quellenangabe in einen Codex nicht hinein gehört2). Hätte M. bereits feststehende und allgemein anerkannte Resultate zusammengestellt, so wäre gegen sein Verfahren nichts einzuwenden gewesen. Allein M. hatte nicht fertige Normen vor sich, sondern er selbst musste erst b קובץ תשובות הרמב״ם (Leipzig) Besp. 140. 2) Das..

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