Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 320 (sequence 11)
- Language
- German
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320 Analecten. Ausserdem hebt ja die Mischnah den in der Tosifta gemachten Unterschied nicht hervor, so dass לפי חשבון sich nicht darauf beziehen kann. Uns scheint der Sinn der Mischnah einfach folgender zu sein. Was zunächst R. Meir betrifft, so entspricht seine Ansicht dem bekannten Princip von נרדה und der von ihm in der vorhergehenden Mischnah vertretenen Ansicht: המפריש מקצת תרומה ומעשרות וכר ר״מ אומר אף מוציא הוא למ״א תרומה ומעשרות, das ist: wie wir dort annehmen פל הטבל עלה בידו, so hier כל החולין עלו בידו. Die Mischnah setzt still׳ schweigend voraus, dass der Zehent nicht mehr da ist, denn im anderen Falle betrachtet sie es als selbstverständlich, dass man beliebige 8 סאין als חולין bestimmen kann zu den zugehöriger! zwei Seah מעשר. Die Ansicht der חכמים geht jedoch wie in der vorhergehenden Mischnah dahin, dass der ganze כרי gleichmässig als מתוקן anzusehen ist, so dass von dem Quanturn, welches nach R. M. als מתוקן angesehen werden kann, nur ein Theil genommen werden darf, nach Berechnung des Verhältnisses, in welchem 8 zum Ganzen steht, Beispielsweise, um eine runde Zahl zu erhalten, wenn im Ganzen 18 סאה vorhanden und bloss 2 abgesondert wurden, dürfen bloss 4, ebenso bei 82, bloss der zehnte Theil von acht 8/10 als מתוקן genommen werden. Es lassen sich gegen diese Ansicht der חכמים Einwände erheben; denn wenn sie בררה nicht gelten lassen, so dass wir auf Grund derselben annehmen könnten, beliebige 8 סאה die wir herausheben, seien ursprünglich dazu bestimmt gewesen, warum lassen sie gewissermassen בררה in Bezug aut einen Bruchtheil von 8.gelten? Doch darauf lässt sieh erwidern, dass im Sinne der חכמים dies vielleicht nicht mehr בררה heisst, weil in diesem Procentsatz der ganze כרי verzehntet ist. Eine Analogie dafür könnte man vielleicht finden in Tosifta Demai YI, 11 זה הביא שהרי שבלק משלו וזה הביא שהרי שבלין משלו ובד אחד מעשר ואחד אינו מעשר מעשר את שלו ודאי וחצי הלק חברו דמאי, wobei gleichfalls nicht angenommen wird, dass beide Theile vollständig umgetauschfc wurden. Allein der Fall liegt insofern anders, als dort beide Theile ursprünglich geschieden waren, und dort weniger בררה in Batracht kommt als vielmehr die Annahme, dass beide gleichmässig vermengt und so jeder die Hälfte vom Theile des Anderen erhalten hat. ]STichtsdestoweniger scheint der einfache Wortsinn die obige Erklärung der Mischuah zu rechtfertigen1). -Was die Worte עשו *) Vielleicht lässt sich die Ansicht der Weisen folgendermassen