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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 301

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Die Gelehrten von Cäsarea
Date
1901-01-01
Page
Seite 301 (sequence 4)
Language
German
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Die Gelehrteri Y0n Caesarea 301 .(רבנן דקיסרי]) ׳ selbe Simon b. Gamliel ein rituelles Erlebhiss, in welchem ebenfalls ״R. Jose ברבי“ eine' Rolle spielt ,und zwar in Verbindung mit Caesarea, Tos, Demai III, 14, 5019 (vgl, S c h w a ־r z, Tosifta, Ordo Serai'm p. 109), j. Demai 23c24: ״Einmal schickte mir R, Jose einen grossen Ethrog aus Sepphoris, mit der Angabe, derselbe sei in seiner Hand aus Caesarea gekommen“1)״ Die Annahme liegt nahe, dass jener Jose, der in Caesarea eine rituelle Frage Simon b. Gamliels beantwortet und der ein anderes Mal aus Caesarea nach Sepphoris eine schöne Frucht mitbringt’ und sie S. b. Gamliel zuschickt, nicht Jose b. Chalaftha war2 3), sondern der seltenere Träger des Namens : Jose b. Jasjan. Das Epitheton בירבי, das S. b. Gamliel beidemale für ihn anwendet, beweist jedenfalls, dass er grosse Hochachtung für ihn hegte. Zu einem der Sitze der jüdischen Gelehrsamkeit in Palästina wurde C a e s ar e a im Ausgange der Tannaitenzeit, in den Tagen des Patriarchen Jehuda’s I. Dieser hatte in Einverständniss mit seinem Collegium Caesarea für levitisch rein erklärt ( s, Büchler, a. a. O. S. 686 f.) und damit zum Aufblühen der dortigen jüdischen Gemeinde und zur Niederlassung von Gesetzeslehrern und deren Jüngern in der wol durch längere Zeit gemiedenen Stadt die Grundbedingung geboten. Einer seiner bedeutendsten Schüler, Bar Kappara, hatte sein Lehrhaus in Caesarea und ebenso der Schüler Bar Kappara’s, Hoschaja. Die Entfernung zwischen den Gebäuden, in denen die beiden Lehrer gewirkt hatten, wurde von den Enkeln Bar Kappara’s als bekanntes Entfernungsmaass zu halachischem Zwecke angeführt (j. Sabbath 8a40: מבית רבה דבר הפרא עד בית רבה דד 3(הושעיא). Hoschaja war es, der in den ersten Jahrzehnten 13 שלה לי ד יוסי בי רבי אתרוג גדול מצפורי ואמר לי זה בא בידי מקיסרי]. Im jer. Talmud fehlt מציפורי, wofür eine schlechtere Leseart der Tosefta בציפורי hat. Statt בידי hat Tos. לידי, was den. Sinn hat, dass J. den Ethrog aus Caesarea erhalten habe; während er in Wirklichkeit sagen will, dass er selbst ihn aus C. brachte. Dem entsprechend lautet im jer. Talmud in der Portsetzung des Ausspruches S. b. G.’s die Aeusserung des Letzteren so: שלא בא ביד אהד שאילו בא ביד אחר הייתי מעשר מזד על זד.. In der Tosefta lautet diese Aeusserung ganz anders, im Sinne der Leseart לידי, die aber den Sachverhalt unrichtig angiebt. s) Wie auch ich Ag. d. Tann. II, 322, Anm, 2, vorausgesetzt habe. 3) S. Die Agada der Tannaiten, II, 505, 4.

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