Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Frankels Einleitung in die Mischna
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 5)
- Language
- German
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266 Frankels Einleitung in die Misehna. musste. Wie Andere, grossentheils durch ihn angeregt, seine Winke glücklich verwerteten, werden ־wir im Weiteren ausführen. Er seihst scheint schon jetzt die Befürchtung gehegt zu haben, dass er vielleicht das ganze Werk nicht selbst werde vollführen können. Deshalb hat er in den erschienenen ersten Theil werthvolle Partien aus dem für die beiden anderen Bände bestimmten Stoffe eingefügt so das Cap. III und den Anfang des Cap. V. Im Vorworte zu den im Jahre 1867 erschienenen Ergänzungen (additamenta) zu Darkhe ha-Mischna sagt er es deutlich, dass er die beiden anderen versprochenen Bände nicht mehr liefern werde, da er sein ganzes Interesse dem jerusalemischen Talmud zuwenden müsse, der vor allem Anderen gar sehr einer Bearbeitungbedürfe. Die Verteilung des Stoffes stellt sich demnach folgendermassen: Cap. I. Vorgeschichte der Misehna, überhaupt Geschichte der Tradition. (S 1־— (22 -־ Cap. II Geschichte und Lehr weise der einzelnen Tannaim (S. 22—208). — Cap. III Ueber die Misch nasammler, die Lesearten und die systematische Anreihung in den Mischnaordnungen (S. 208 — 266). Dieser Abschnitt gehört, wie gesagt, eigentlich zum zweiten Bande. — Cap. IV allgemeine Grundsätze — er zählt deren 45 — über die Darstellungsweise der Misehna (S. 266—304) — Cap. V. Hilfsquellen zum Verständniss der Misehna. Dieser letzte Abschnitt (S. 304—340) enthält zunächst einiges über die mischniscben Parallelquellen : Tosefta, Mechilta, Sifra, Sifre, was wie gesagt zu Band III gehört; dann Bemerkungen über Bibelversionen und Josephus und zuletzt eine ausführliche Zusammenstellung und. Charakteristik der vorhandenen Mischnacommentare. Im Jahre 1867 erschien das bereits erwähnte circa 70 Seiten umfassende Heft additamenta, welches Ergänzungen und Berichtigungen zu Darkhe ha-Misehna h und besonders auch ein von D1\ Horowitz (Rabbiner in Crefeld) verfasstes Namen- und Sachregister enthält. So viel zur Form des Buches. II. Was nun den Inhalt von Darkhe ha-Mischna betrifft, so können hier natürlich nur die allgemeinen Gesichtspunkte hervorgehoben und besonders diejenigen