Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Z. Frankel's Verdienste um die Septuagintaforschung
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 9)
- Language
- German
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Z. Frankels Verdienste um die Septuagintaforschung. 261 das encyclopädische Werk: Die Einl. ins alte Testament mit־ 11 er üb er zu nehmen, wie § 279 daselbst zu lesen. *Wie hier die Textkritik, so ist das Verständniss der Septuaginta, das trotz einer Legion von Dissertationen, die demselben, dienen wollten, von den bekannten grösseren Arbeiten nicht zu reden, vielfach mangelhaft war, durch Frankel ungemein gefördert worden, und das nicht zum Mindesten durch umfassende Vergleiche, die an den übrigen griechischen Versionen, namentlich aber an den aramäischen Ueber Setzungen an ge stellt wurden; jeder Paragraph von seinem ״Ueber den Einfl.“ giebt die Belege hierfür. Aus dem Vollen, etwa wie Zunz, Rapoport, hat Frankel ge״ arbeitet; wie das ihm den Stempel des wahrhaft berufenen, seinen Stoff vollständig beherrschenden Gelehrten verleiht, so hat es ihn auch erst in den Stand gesetzt, für die einschlägigen Fragen der Septuagmtaforschung, besonders die schwierigeren, textkritischen, wie was echt, was bei den un־־ zähligen Entstellungen des Septuagintatextes Interpolation, Glossen, Diaskeuastenwerk, Abschreibersünde, was Einschiebsei aus Aquila, Theodotion, Symachus erst den umfassenden Ueberblick zu haben, ohne den speciell bei der Sep' tuaginta der Forscher, der an der einzelnen Stelle stehen bleibt, nur zu leicht zu einseitigen, falschen Schlüssen gelangt. Dass bei solchem Heranziehen der aramäischen Versionen auf diese selbst, sowohl was Onkelos zum Pentateuch als das Prophetentargum betrifft, durch Frankens Arbeiten vielfach neues Licht fallen musste, braucht hier nur angedeutet zu werden. Frankel selbst nennt seine diesbezügliehen Excurse nur bescheidene Beiträge zu den Targumira, ihrem Verständnis, ihrem Verhältnis zu dem Bibeltext. Was er wieder zur Erschliessung des Wesens des Samaritanischeu Pentateuchs, dieses plumpen Machwerkes bei bringt, das lange Zeit ins Feld geführt worden, um das Ansehen des M. T* zu erschüttern, wie er die Irrthünaer widerlegt, in denen noch der alte ehrliche Gesenius befangen gewesen, also dass er gemeint, derselbe sei zusammen mit der alex. Version aus einem vom M. T. verschiedenen Codex geflossen, und seinerseits zudem Schlüsse gelangt, dass der Samar, Pent. nichts als der M. T. nur mit plumpen Fälschungen durchsetzt, seine Ueber.einstimmung mit der Septuaginta nichts als Nachbildung derselben sei, das Alles giebt Frankel nur wie ein Nebenbei, anhangsweise ״Ueber den Einfl.“ von S.