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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 260

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Z. Frankel's Verdienste um die Septuagintaforschung
Date
1901-01-01
Page
Seite 260 (sequence 8)
Language
German
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260 Z. Frankels Verdienste um die Septuagintaforsckung. tuaginta G־en. 11, 13 und ganz besonders zu Septuaginta Ex, 36, 8 bis 401) in den letzten Capp. dieses Bucbes zu ersehen. An erstgenannter Steile wo Kaivxv in der Ge- *schlechtsfolge Sem’s zwischen Arpaehschad und Schelach von Septuaginta eingeschaltet wird, indem er zum Sohne des Arpaehschad gemacht wird, weist Frankel einfach durch Gegenüberstellung vonX, 22 und X, 24 die Unhaltbarkeit soleben Einschiebsels dar, wie dass dasselbe wie so vieles andere Glossen! bei der Septuaginta; nur aus der umfassenden Kenntnis des agadischen Elements heraus konnte F. einen Bertheau widerlegen, da dieser noch in der Ztschr. der D. M. G. 1844/45 für die Echtheit des Zusatzes eintrat. Ein Cabinetstück höherer Kritik geradezu ist sein Excurs ״lieber den Einfl. § 21“ über d. grieh. Uebers. zu den letzten Capp. von Exodus. Dass die Verse in der griech. Uebers. sibyilinisch durcheinander geworfen, wie Eichhorn Einl. ins alte Test, schreibt, Cap. Griech. Uebers., hatte man früher gemerkt* Aber meinte noch Grabbe ״De Vitiis Septuaginta interpretum“ die so befremdliche Erscheinung äusserlich durch die Annahme einer Zusammenschweissung von ursprünglich getrennt gewesenen Membranen der codd. der Septuaginta erklären zu können, so gelangte Frankel in tiefgründiger Untersuchung auf streng philolog. Grundlage, die constante Verschiedenheit urgirend, die in der Uebersetzung eines und desselben Wortes hervortritt, nimmt man die Uebersetzung von Cap. 26, 27 einerseits und die von Cap. 36 bis 40 andererseits, zu einem ganz anderen Resultate. Ff ach Frankel hat die ursprüngliche Uebersetzung von Exodus überhaupt nur bis 36, 8 gereicht, das Nachfolgende als blosse Wiederholung von Früherem blieb uniibersetzt, da eine Uebersetzung davon dem Bedürfnisse des jüdischen Lesers nicht mehr diente, Das Ganze, führt Frankel weiter aus, die Uebersetzung von Cap. 36, 8 an bis Schluss des Buches ist ein Machwerk der bei den Septuaginta viel thätig gewesenen Diaskeuasten, zusammengetragen von etwa in späterer Zeit erfolgten Randbeischriften jüdischer Leser, nur noch überarbeitet von. Diaskeuastenhand. Wie es in der Wissenschaft geht: ist einmal der Gedanke ausgesprochen, ist er sofort auch als Wahrheit erkannt, ist das Gesagte einfach unwiderlegbar, und so hat auch Bleeck- Wellhausen nicht umhin können, solches Resultat einfach in 0 Ueber d. Einfl. § 40.

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