Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Z. Frankel's Verdienste um die Septuagintaforschung
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829753-2829757-2883322--30717-2883413- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
262 Z. Frankels Verdienste um die Septuagintaforschung. 237 ab. Aber was er auch nur so zur Eruirung der bekannten Fragen über Alter der Targumim, ihren ursprünglichen TJmfang, die weitere Entwickelung der aram. Uebersetzerlitteratur, das Verhältnis von Onkelos und Aquita, den so verschiedenen litterarisehen Charakter yon Onkelos und Prophetentargum u. dgl. Fragen mehr, von Ansichten, Beobachtungen im Text und zahlreichen Noten in seinen Arbeiten zur Septuaginta niedergelegt, er dürfte diese Fragen zum Theil in ein neues, glückliches Stadium geleitet haben, von wo sie neuere Forscher weiter auf die Höhe exacter wissenschaftlicher Forschung haben heben können. Anregungen, nur solche mögen es sein, nicht erschöpfende, abschliessende Untersuchungen, die Frankel hier gegeben, auch wohl nur hat geben wollen, wie er solche Absicht leise im Vorwort zu ״Ueber den Einfl.“ andeutet, diese seine Anregungen stellen uns nur eine andere Seite seines literarischen Wirkens vor, sie zeigen uns Frankel als Lehrer in Schrift sowohl wie in Wort. Schreibt doch Frankel zum Theil zu seiner Selbstanregung; er gehört noch zu den Gelehrten, die gern zurückempfangen, die auch belehrt sein wollen, wie seine diesbezügliche Aufforderung im Vorwort zu den מVorst.a lautet, bezeichnend genug für Frankel als Mensch. Alles zusammen genommen, so wird man das Resume über Frankel״s Leistungen auf dem Gebiet der Septuagintaforschung dabin geben können; Vieles ist von bleibendem Werth von den von ihm gewonnenen Resultaten, vieles der Art, dass er wenigstens den Weg gezeigt für ein kommendes Forschergeschlecht, das Lust und Fähigkeit hat, dieses Genre von Studien fortzusetzen, in anderen Punkten ist man über Frankel hinausgekommen, wird über ihn hinauskommen, aber nur auf seinen Fusstapfen. Durch FrankePs Forschungen geht der Weg der Zukunft״ frankels Einleitung in die JÄischna. Von ßabb. Dr. L. DobSChÜtz, Skotschau. Man braucht grossen Männern, die sich bereits durch ihre Worte und Werke eine dauernde Erinnerung geschaffen haben, wie unsere Alten mit Recht meinen, kein anderes Denkmal zu errichten als eben ihrer Werke zu gedenken und sich in dieselben zu vertiefen (Schekaüm 17);