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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 258

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Z. Frankel's Verdienste um die Septuagintaforschung
Date
1901-01-01
Page
Seite 258 (sequence 6)
Language
German
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258 2. Frankels Verdienste um die Septuagintaforschung. 18, 7, ohne dass man anzunehmen berechtigt wäre, dass sie anders gelesen hätten, und gar erst die unzähligen Ver- Wechslungen, theils in Flüchtigkeit des Blicks, teils in exegetischem Unvermögen begründet, alles das sind* Dinge, die Franke( unerschütterlich bei der Septuaginta dargethan, an denen eine besonnene Kritik nicht mehr wird achtlos vorüb ergehen können, aus denen Frankel den gewichtigen Schluss ziehen musste, dass man, wenn man sich all diese Dinge vorhält, nur noch von einer geringen Verschiedenheit der L. A. zwischen M. T. und dem Text der muthmasslich den alex. Uebersetzern vorgelegenen hebr. Codd. wird sprechen können. Wenn Lagarde Recht hat mit seinem Katechismus aller Texteskritik an der Septuaginta und ihrer Benutzung zur Feststellung des ursprünglichen hebr, Texts, dass nur die Kenntniss des Styls der einzelnen Uebersetzer helfen kann, so ist Frankens Methode, der sich ausdrücklich zum Ziel gesetzt, jedes einzelne Buch der griech. Uebersetzung nach seinem innersten Wesen zu prüfen u. s.w. (Vorst. § 40), dessen Buch ״lieber d. Einfluss*4 von Anfang bis Ende auf diesesPrincip angelegt ist, und in Durchführung desselben auch die Eigenthümlichkeiten der Vertenten zu den verschiedenen Büchern des Pent. untersucht und sie danach sondert, auFs glänzendste gerechtfertigt und er selbst als Mann der Wissenschaft, deren Wesen eben nach demselben Lagarde die Methode ist, als Mann der kritischen, historischen Schule documentiert. Dieser seiner Methode, die ihn Beobachtungen hat machen lassen, wie dass der Verf. zu Deut. 4, 32 ברא mit sk׳ugs übersetzt, während der Verf. von Genesis constant dafür ttolsTv hat,1) und was von noch stärkerer Beweiskralt, dass צדקה mit s^syijjiogovy) Deut. 6, 25 übertragen ist, entsprechend einem spätem2) Bedeutungswandel von צדקה, dieser Beobachtung verdanken wir bezüglich der Septuaginta die Erkenntnis, dass Genesis und Deuteronomium nicht zu gleicher Zeit übersetzt sein können, dass die Uebersetzung von Deut, in eine spätere Zeit fällt, was er weiter darauf wie auf Uebers. von Deut. 29, 27 (Yers 28) sEsßaX&v aÜToug . . . vuv u. dgl. mehr baut, aus dem er die trüben Zeitverhältnisse der Vertreter heraushören will, also dass er mit aller Bestimmtheit die Entstehung der Uebersetzung von Deut. 9 Heber d. Einfl. § 40. 2j a. a. 0. § 40.

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