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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 257

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Z. Frankel's Verdienste um die Septuagintaforschung
Date
1901-01-01
Page
Seite 257 (sequence 5)
Language
German
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Z, Frankels Verdienste um die Septuagintaforschung. 257 diesen seinen Untersuchungen nicht über den Pentateuch hinausgekommen, freilich damit auch den dankenswerthesten Th eil der Arbeit vollbracht, da es für die übrigen bibl. Bücher genügt, den Weg gezeigt zu haben. Es ist wahrlich Frankel’s Schuld nicht, wenn neuerdings die kritische Schule zu einer Art Ueberwerthung der Septuaginta in dieser Frage hinneigt, die sie den Bibeltext nach der Septuaginta modeln und an allen Ecken u. Enden emendiren lässt, indem man hei der nicht zu leugnenden Abweichung der Septuaginta vom M. T. wie sie an so vielen Stellen stattfindet, gleich auch andere L. A. unterlegt, die die hehr. Vorlage des Vert. gehabt haben müsste, und die vielen Ursachen, auf die sich im Einzelnen die Discrepanzen zurückführen lassen, ohne dass man Verschiedenheit der L. A. anzunebmen hat, wie sie Frankel gezeigt hat, nicht sehen will. Sieht doch die moderne hyperkritische Schule so viele Stellen der heil. Schrift selbst unter Zuhilfenahme der Septuaginta — man darf nur Kautzsch’s Bibelwerk darauf vergleichen — schon für schier unheilbar an, lässt sie ganz uniibersetzt, angeblich ob starker Verderbliiss, die bei näherem Eingehen auf den recipirten Text zwar nicht den gewünschten, aber doch noch einen gesunden Gedanken geben. Bei F r a nkel fällt allerdings eine Aufgabe der Septuaginta-Forschung weg, die griechische Version zur Controlle des M. T. benutzen zu wollen, ihm steht die Authenticität gleichsam die Uncontrol״ lirbarkeit des letzteren fest, die hebräischen Codd., aus denen der griech. Vert. übersetzt, sind ihm nichts als entstellt durch Unkunde der Leser, Abschreiber u. s. w. (cf. Verhandl. des ersten deutschen Orientalistenstags in Leipzig 1845 wie ״Ueber d. Einfl.“) zum Mindesten ungenau, nicht scharf genug in der Ausprägung der leicht zu verwechselnden Buchstaben, worüber das ganze 4. Capitel der ״Vorstudien‘6 handelt dass sie einer anderen imabhän־ gigen Hdschr. Familie mit gleichem Anspruch auf Berücksichtigung angehörten, das anzunehmen perhorrescirt natüidich Frankel nach seiner ganzen theolog. Lichtung. Das mag man. unwissenschaftlich nennen, es ändert aber an dem von ihm gewonnenen Resultat nichts, dass durch die Septuaginta ein diaskeuastisches Streben hindurchgeht, das sie bewusst Textesänderungen hat machen lassen, wie zu blum. 4, 8, um den Widerspruch mit 8, 24 ibid. zu beheben, und au zahlreichen Stellen sonst, oder Zusammenziehungen wie ibid. Monatsschrift, 45. Jahrgang. 1ף

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