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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 256

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Z. Frankel's Verdienste um die Septuagintaforschung
Date
1901-01-01
Page
Seite 256 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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256 Z. Frankels Verdienste um die Septuagintaforschung. vorzugsweise behandelnde Schrift die Ueberschrift gewählt hat: ״Ueber den Einfluss der palästin. Exegese auf die alexandr. Hermeneutik״, nicht aber umgekehrt. Es bezeichnete das eben den anfänglichen Standpunkt dieser Studien; dank der fortgeschrittenen Forschung über jüdisch-hellenistisches Schriftthum giebt es heute ein viel sichereres Criterium, um zu bestimmen, was in diesem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis palästinensisches beziehungsweise babylonisches, was hellenistisches bezw. griechisches Stammgut ist, weiss man es heute, dass die Alexandriner Einflüsse nicht bloss empfingen, sondern auch ausübten. Es giebt auch' einen alexandrinischen Midrasch, wie Freudenthal, Hellen. Stud., p. 67 dafür den Namen gefunden. Nur eines hier zu erwähnen, bei der Uebereinstimmung zwischen מדת הדין und מ, רחמים in Talmuden u. Midraschim, diesen beiden besonders hervorgehobenen Eigenschaften Gottes, und der Sovocjug zoXar7T15c7i und in Phiio’s System ist griechischer Ursprung dieser Ideen, den Ideenlehre Plato’s, die Lehre der Stoa von den Mittelkräften, selbst in der Ausdrucks weise unverkennbar; ,מדד ist nichts anderes als Suvapus, ins midraschisch-talmud. Sprach!diom gewendet (cf. Freudenthal, Hellenist. St. ]. 1.). Mag man die Verwechslung hei Philo zugeben, von der Frankel ״Ueber d. EinflL“ § 8 handelt, wonach Ph. an *tiptoc statt an ׳flsog bei der Septuaginta die Snvajxt; xo^a<7Tt/«71 angeschlossen hätte, der Begriff selbst und selbst der dafür geprägte Ausdruck ist. längst bei den Griechen da, ehe noch ein geistiger Verkehr zwischen Palästina und Griechenland stattgefunden, was eben das Kriterium der dem Hellenenthum einzuräumenden Priorität ist. Das Verhältnis der Septuaginta zu dem masorethisehen Text, die Frage, wie weit man bei den unzähligen Discrepanzen zwischen beiden zwei von einander unabhängige Recensionen des Bibeltextes in ihnen zu erblicken habe, bekanntlich eine der׳ umstrittensten Fragen in der Bibel- Wissenschaft überhaupt, durch sein sorgfältiges Eingehen in den Bibeltext einerseits, und in die Denk- und Ausdrucksweise des Vertenten, andererseits, durch schrittweises Abwägen all der Möglichkeiten, wie die Discrepanzen zu erklären wären, die Frage so in helleres Licht gerückt und damit die Haltlosigkeit so vieler Versuche zu Aenderungen am M. T. naehgewiesen zu haben, ist ein weiteres Verdienst Frankens, wobei die Wissenschaft nur zu bedauern hat, dass er mit

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