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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 199

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Die Familie Frankel
Date
1901-01-01
Page
Seite 199 (sequence 7)
Language
German
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Die Familie Frankel, 199 liess er in seinem hohen Alter (i. J. 1713) seinem zweiten Schwiegersöhne, dem berühmten Bücherfreunde R. D a ץ i d 0 p p e n 11 e i m1), dessen Bibliothek bekanntlich ״zu den wenigen Denkmälern gehört, die Juden errichtet und Christen erhalten haben“2). Als R. Benjamin Wolf am 11. Januar 1715 im Alter von fünfundsiebzig Jahren zur ewigen Ruhe ein ging3), fiel auch der Rest seiner Würden seinem Schwiegersöhne zu. Die Thora aber und der Eifer für die nationalen Studien blieb auch bei seinen Enkeln heimisch. Dass R. Mose I s a a k (Nr. 54), der gelehrte Sohn seines ältesten Sohnes Aharon Jecliiel Michael III (Nr. 26), zu rabbinischen Aemtern und Ehren stellen berufen wurde, hat er, wie wir bestimmt wissen, noch erlebt Es geschah in den ersten Jahren des achtzehnten Jahrhunderts, dass dieser Enkel in Jungbunzlau zum Rabbiner erwählt wurde4), und damals hatte er bereits eine Zeit lang in Lissa (im damaligen Grosspolen) ein rabbinisches Amt bekleidet5). Bald nach seines Oheims Tode aber wurde er zur höchsten Ehrenstellung des Landes, zum Böhmischen Landrabbinat berufen. So waren elf Jahrzehnte lang (1639—1749) Yater (6), Sohn (20), Gatte einer Enkelin (33) und Urenkel (54) in ununter־ brochener Reihenfolge Repräsentanten derselben Würde. Yon den umfangreichen Schriften, die er verfasste, sind uns durch die Inschrift seines Grabsteins nur die Titel6) bekannt geworden. D Vgl. dessen Biographie ־von Löwenstein im ״G-edenkbueli zur Erinnerung an David Kaufmann“, S. 548. 2) Zunz, z. Gesell. S- 285. David Oppenheims zweite Frau Mess Schifrah, s. Nr. 33. 3) GE 65. 4) Dass er 1712 in Jungbunzlau war, bezeugt seine eigenhändige Bemerkung in Cod. 766 der Bodleiana (vgl. Neubauers Catalog S. 149) auf die bereits Grünwald, Jungbunzl. Eabb., S. 10 hingewiesen hat•. Ob er der unmittelbare Nachfolger des von Grünwald a. a. G. übergangenen Uri Sehraga Phübus b.Elieser Chalfan, des Yerffs des EGA. דת אש, war,der 1688 dem Kabbinat in Prag angehörte, 1694 ר״ח חשו ן aber Eabb. in Jungbunzlau und bereits 1705 Eabb. in TJngarisch-Brod gewesen ist, ist mir nicht bekannt. Aus den Lehensgange seines Schwiegersohnes Jonathan Eibescbütz (Dembitzer כ״י I, 119 ff.) scheint hervorzugehen, dass E. El. 1710—1712 noch in Prag gewohnt hat. Sollte er in .Prag gewohnt u. von liier ans das Jungbunzlau er Eabbinat verwaltet haben? Derartige Combinationen kamen ja in jenen Tagen nicht selten vor. ף GE. 94 vgl. Hock das. S. 01. G) Seine Gkidduischin zu verschiedenen Tractaten nannte er באר

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