Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Familie Frankel
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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198 Die Familie Frankel. verliess sein ״Minchat Jaakob“1) die Presse, und sieben Jahre später erschien sein Commentar* zum Pessach-Ritual2), das in den neueren Ausgaben seit etwa einem Jahrhundert der unzertrennliche Begleiter desjenigen Theils des Sehulchanaruck-Textes, welchem er gewidmet ist, geworden ist. Das Gleiche gilt von R. Benjamin Wolfs jüngerem Sohne, R. E 1 i a I (Kr. 17), der in Kollin3) und Tikoczyn Rabbiner und in Prag Prediger4) und Vorsteher einer talmudischen Lehranstalt gewesen ist. Zu seinem Arbeitsgebiet ■erwählte er sich die Erläuterung der am weitesten verbreiteten halachischen Codices. In demselben Jahre, in welchem die Erstlingsschrift seines Schwagers in die Oeffentlichkeit ge־ langte, erschien auch sein ״Elia suta“, ein Commentar zu Th. I u. II der umfangreichen halachischen Werke Mordechai Jaffe's.5) Seine übrigen Schriften sind erst lange nach seinem Tode herausgekommen. Ein hohes Alter scheint er nicht erreicht zu haben. Er erlebte den grossen Schmerz einen hochbegabten Sohn ß. Arjeh Lob (Kr. 16), der trotz seiner jungen Jahre bereits Rabbiner und Bosch-Jeschibah in Böhmisch L e i p a war, ins Grab sinken zu sehen6). Kur wenige Wochen später schied er selber aits dem Leben7). Beide überlebte der ehrwürdige greise Tater und Grossvater. Die Hälfte der Amtssorgen des Landrabbinats über- *) Das Buch ist ein Commentar zu Mose Isserles kaiachischem Werk© תורת חטאת. 2) Betitelt הלק יעקב. Vgl. Benjakob, Ozar ha-Sefarim [= OS.j 777—775 ח. 3) Einiges , über die Kollin er Juden-Gemeinde hat Grünwald in seinem jüdischen Centralblatt VIII (1889) S. 57—64 mitgetheilt. 4) Nach Podiebrad-Foges 3 8. 118 wurde er durch Deerefc der böhmischen Kammer vom 18. November 1700 als Prediger der Klaus- Synagoge bestätigt. In Prag bestätigte er bereits am 27, Elul 452 (= 8. September 1692) die neuen Satzungen der Beerdigungs-Gesellschaft (Grünwald a. a♦ 0. S. 56). 5) Der Zusatz ha-Levi hinter dem Autor-Namen bei Benjacob a, a, 0. S. 255 b, zweiter Absatz, Zeile 6 u. 706 א ist natürlich zu streichen. j\u der letzteren Stelle bezöge er sich nur auf den a. a. 0. nicht genannten Herausgeber des Buches. 6) GE. 96. Seine Frau Bösel (s. Nr. 40). Ueber deren Eltern vgl. S. 196, Anm. 6. A7on seinen beiden Töchtern wurde die eine Bel a (Nr. 49) die zweite,■F*a11 des Landrabbiners Mose Isaak Spira (Nr. 54). Die andere Bösel (Nr. 44) war die Gattin des Vorstehers der Talmud-Thora Simon (Nr. 43) b. Samuel (38) Spira. 7) GE. a. a. 0.