Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Familie Frankel
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829753-2829757-2883318--30648-2883351- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
200 Die Familie Frankel. In seinen Tagen stand an der Spitze des rabbinischen Ortsgericlits in Prag, ein anderer Enkel seines Gross- Katers Benj.Wolf Spira, R. Samuel (38), der Sohn von dessen jüngerem Sohne Elia (17). Er war in diesem Amte allem Anscheine nach der!Nachfolger seines Schwiegervaters Ascher Ansehel II (19) b. Michael "Wiener- Spira (8), eines Enkels des oben (S. 196) erwähnten Wiener DajjaiFs David Chajjim (9). R. Samuel war zugleich Eabbiner der Grossenhofsynagoge. Zu den Beisitzern seines Collegiums gehörte kein Geringerer als der berühmte J 0nathan Eibeschütz, der schon in seiner Jugend durch seinen Scharfsinn und seine ausgebreitete Gelehrsamkeit weit und breit Aufsehen erregte und jetzt durch seine Ehe mit der Tochter des böhmischen Landrabbiners Mose Isaak, seines ehemaligen Lehrers* 1 2), in den innigsten Be- Ziehungen zu den angesehendsten Familien der Gemeinde stand. Im Februar 1740 schied E. Samuel aus dem Leben und im November desselben Jahres folgte ihm seine Schwester ßebekk a3) ins Grab, die durch ihre V erheiratung mit dem Gemeinderath Benjamin WolflY ha-Levi F r ä n k e 1 aus Fürth die verwandtschaftlichen Beziehungen erneuerte, welche schon von früher her zwischen den Familien Spira und Frankel bestanden. Es hatte nämlich vor Jahren bereits Benjamin Wolf III Spira (21), der Sohn jenes Ascher Anschel I (3) (oben S. 196), der ein Schwiegersohn des Mose Mireles geworden war, Esther (23), eine Tochter Koppel Frankels in Wien heimgeführt4). לחי רואי, seinen Cammentar zu Th. I des Sch. Ar. באר מים חיים und seine Rechtsgutachten-Sammlung קול עמת גבורים. — Seine erste Frau war מאטי die Tochter des Mordeehai ha-Cohen aus Hamburg (Nr. 32), Feber die zweite Frau vgl, S. 198, Anm. 6. Die Notizen über seine zweite Tochter s. Nr. 54. 13 GE. 97. 2) Vgl. Nr. 54 u. Dembitzer a. a. 0. Wie wir jetzt aus אגרת מחלת (ed. Freimaim in קוב׳ן על יד VIII, Berlin 1898), S. 5 wissen, war Jonathan Eibeschütz am 30. ■November 1741 noch in Prag, während er am 1. April 1742 (wie das. Anm. 1 zu berichtigen ist) sich bereits unterwegs (in Fürth) zum Antiitt des Kabbinats in Metz befand. 3) GE. 105. 4) GE. 86. In meinen Stammbaum der Nachkommenschaft Koppel Frankels (FG־. S. 399), der zunächst nur die Ergebnisse der. Fürth er Grabschritten darstellen wollte, ist sie, da sie in Prag starb, nicht aufgenommen worden.