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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 197

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Die Familie Frankel
Date
1901-01-01
Page
Seite 197 (sequence 5)
Language
German
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Die Familie Frankel. 197 und von Nah und Fern bemühten sich die halachischen Schriftsteller jener Tage um die Gunst, seine Approbation für ihre Bücher zu erlangen1). Dazu: erlebte er das seltene Glück, seine Söhne und Schwiegersöhne in hervorragenden rabbinischcn Aemtern und an der Spitze zahlreich besuchter talmudischer Lehranstalten mit anerkanntem Erfolge wirken zu sehen. Ja er durfte sich sogar fheilweise noch an dem Rute erfreuen, den ihre litterarischen Leistungen bei den sachverständigen Zeitgenossen fanden. Als Rabbiner der Neuschul fangierte sein ältester Sohn R. Aharon Jechiel Michael III (Nr. 26). Zugleich hielt er regelmässig öffentliche halachische Yorträge für die zahlreichen Jünger, die sich um ihn schaarten. Von den Früchten seines Fieisses ist nichts auf die Nachwelt gekommen. Sein Commentar zur ganzen fünften Ordnung der Mischnah ist verloren gegangen. Ebenso wenig ist seine Erläuterung des ganzen jerus alemischen Talmud erhalten2). Bekanntlich ist es auch seinem späten Enkel Zacharias Frankel, der sich am Ende seines Lebens mit einem gleichen Plane trug, nicht beschieden gewesen, weit über den Anfang des Unternehmens hinaus zu kommen. Ungleich grössere Erfolge erzielte R. Benjamin Wolfs Schwiegersohn, R. Jacob b. Joseph Reisch er3), der dem Rabbinat der Gemeinde eine Zeit lang als Mitglied angehörte, mit seinen litterarischen Erzeugnissen. Bereits 1689 1j Eier ein Verzeichnis, das auf Vollständigkeit keinen Anspruch macht: Er approb. 3. Ijjar 1681 מראה יחזקאל von Jscheskel b. Isaak Kindeies, 17. Kislew 1688 die EGA. שער אפרים, Siwan. 1688 אליה זוטא seines Sohnes Elia, 8. Ijjar 1690 die Dyhernfurther Pentateuch aus gäbe von 1693, 25. Siwan 1692 ויכתוב משה von Mose b. Sehemaja, 25. Kislew 1693 die neue Ausgabe von M. Isserles’ ,7 ,דרכי משד. Cheschwan 1694 den Midr. za den MegilLoth mit dem Comm. 22 ,יפה ענף. Adar I 1696 חוק יעקב seines Schwiegersohnes Jaacob Beischer, 19. Elul 1696 [שלח ארוך des Elieser b. Jeh. Bewitz, 11. Sehebat 1704 אבק סופרים von Abr. 11a״Levi Conque, 10. Tebet 1706 למט הקמח von Mose Chagis, 24. Nissan 1707 Jacob ,WeiPs 7 ,הד שו״ב. Ab 1708 מאורות נתן von Meir Poppers u. am 24. Sehebat 1709 (?) die EGA. שבות ״עקב seines Schwiegersohnes Jacob Beischer. 2) GE. 66. Der Comm. zu קדשים (D hatte den Titel מים קדושים und derjenige zum Jerusalem. Talmud לב ים התלמוד. 3) Eie Familie stammte aus Bzezow רישא. Seine Söhne GE. 98 und HK. 354b. Den Zunamen Backofen erhielt sein Vater, weil er die Tochter des Gemeinderaths Hirsch Backofen geheiratet hatte (HK. 48 a).

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