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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 196

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Die Familie Frankel
Date
1901-01-01
Page
Seite 196 (sequence 4)
Language
German
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196 Die!Familie!Frankel. Juden44 , R. Ephraim Lun!schütz1) und wie R. Jesaia Hörwitz, der Yerfasser der ״Bundestafeln44, den Vorsitz führten. Yon seinen Söhnen war der eine, D a 7 i d C 11 a j j i m2), Dajjan in Wien, der andere, Aharon Simon (Er. 6), vier Jahrzehnte lang Oberrabbiner in Prag und böhmischer Landrabbiner. Mit beziehungsreicher Anspielung auf seinen Namen nannten bereits die Zeitgenossen ihn ״;las Haupt44 /דזרא״ש), nämlich der Frömmigkeit und Gelehrsamkeit, und die Nachwelt pries ihn als einen ״heiligen Gottesmann 44 3). Mose Mir eles-Eeller - Frankel, dessen Familie die angesehenste und weit und breit berühmteste des Wiener Ghetto’s war, rechnete es sich zur hohen Ehre an, dass seine Tochter Jares von einem Sohn des berühmten Mannes als Gattin heimgeführt wurde4). Die halaehischen und kabbalistischen Werke, die der Landesrabbiner verfasst hat, sind verschollen und vielleicht bei einer Plün־־ derung Prags vernichtet worden5). Selbst die Buss- und Dankgebete, die er bei der Belagerung und Rettung seiner Vaterstadt geschrieben und nach der Aussage seines Secretärs veröffentlicht hat, sind bisher nicht aufgefunden worden6). Der Erbe seines Ruhmes und seiner Gelehrsamkeit wurde sein Sohn der Eamensträger des Grossvaters. Als R. Aharon Simon achtzigjährig ins Grab sank, übernahm R. Benjamin Wolf II (Er. 20), der Urenkel Michael Spira’s, zunächst als Substitut die Würden seines Amtes im Oberrabbinat der Gemeinde und behielt sie 22 Jahre. Von 1705 an war er dann auch ein Jahrzehnt lang Böhmischer Landrabbiner7). Der Ruf von der Tiefe und dem Umfang seines Wissens drang in den weitesten Kreise, 1) Zun z, Gottesclienstl. Yortr. 2 S. 460. 462. 2) Er. 2* 3) Asuiai, .138 א 1' ישם הגדולים ף Er. 3. - י 5) GE. 29. Die Annahme Hock’s, dass Jecheskel Kindeies sein Werk מראה יחזקאל exzerpiert habe, ist nach Steinschneider, C. B. Nr. 5642, unhaltbar. 6) Landshut עמודי העבודה, S. 12. Z u n z, Lit. Gesch. d. sjn. Poesie [= LG], 439. Eine andere Tochter st. nnverheirathet 1635. Eine dritte war an den Dajjan R. Kathriel b. R. Hirsch Krotosehin verheirathet und st. 1691 (Ei. 9 u. 31, vgl. Er. 40). Seine Frau (Er• 5) starb am 10. Januar 1676. 7) GE. 65, vgl. Hooks Bemerkungen dazu. Seine erste Frau (Er. 14) st. 1710.

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