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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 2 · p. Seite 128

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 2
Article
Randbemerkungen zu Saadia's Pentateuchübersetzung, ed. Derenbourg
Date
1901-01-01
Page
Seite 128 (sequence 5)
Language
German
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128 E an dbem errungen zu Saadias Pentateuehübersetzung. wiederholende Wort wird immer durch das arab. קמיץ übersetzt. Der Erklärungsgrund liegt freilich sehr nahe. — Die 12. Sura des Koran — סודה יוסף — gebraucht bei derselben Erzählung auch immer nur denselben Ausdruck Allein es erscheint uns doch sehr befremdlich, dass der Gaon Saadia bei dem Glaubensbuch des Islam dieses Anlehen gemacht, um es in seiner Thora-Debersetzung zu verwerthen. Wir könnten fast eine Art Beleg dafür erbringen, dass S. Ausdrücke oder Bezeichnungen, die mit dem Islam irgendwie in Beziehung stehen, absichtlich vermieden hatte. In den von der Propaganda edirten arab. Bibeln wird das hebr. עיר (Stadt) abwechselnd, bald durch קריה, bald durch מדעה über׳־ setzt. Bei Saadia finden wir durch den ganzen Pentateuch nicht ein einziges Mal diese letztere Bezeichnung. Das hebr. עיר wird immer und ausschliesslich nur durch קריה wiedergegeben. Obschon bereits in der Sprache der Mischna alle ausserhalb Jerusalems liegenden Städte durch מדינה bezeichnet wurden (Mischna-Commeniar Maimüni’s, Rosch-Hasch. 4, 1), so scheint von Saadia dennoch dieser Ausdruck gemieden worden zu sein, weil in den Ländern arabischer Zunge, unter dem Namen Medina sofort an die מדינה אלנבי gedacht wird. — Ich argumentire aber auch noch weiter. Hätte Saadia thatsächlich diese 12. Koran-Sura vor sich gehabt und benützt, dann erschiene Folgendes auffallend. S. übersetzt ארחת ישמעאלים (I. M. 37, 25) קאפלה עאראב — Onkelos: ־שירת ערבאי — warum wurde nun nicht auch von S. dieser Ausdruck פיארה gewählt, da er doch in derselben 12. Sura Y. 19 ebenfalls diesen arab. Ausdruck ס יאדה vor■ sich gehabt hätte? 1L Die zweite uns befremdliche Stelle ist Saadia’s Uebersetzung von משה איש האלהים (Y. M. 33, 1) durch: מוסי רסרל אללה — und ebenso (II. M. 14, 31) לאמנו באללה ובמרסי רסילר,, — Diese Bezeichnung רסול אללה ist doch eine rein islamitische? Indessen, wenn der von Loth an die En g e 1 gerichte Ausruf אדני•' (I. M. 19, 18), von S. durch : יא ריסולי אללה übersetzt wurde, so konnten wir uns sagen, dass für das hebr. מלאכים dies eben die wörtlich treue Wiedergabe ist. Ein ganz Anderes dagegen ist es hier, wo diese stehende islamitische Bezeichnung, die der Stifter des Koran usurpirend für sich in Anspruch nahm, auf Moses übertragen wird! Wir können uns schwer denken, dass dies dem Geiste

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