Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 569 (sequence 9)
- Language
- German
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Besprechungen. 069 ״angespielt ist dabei auf ov.tdj (!) ich töte״). Diese Erklärungsweise ist keinesfalls richtig. Eine sichere Erklärung für 7jta facxcu ־weiss ich nicht. Yielleicht sind die Worte so zu lesen: xa .ercxa, ך (oder ך) xa ovtxa» und dann etwa, wie Prof. 0. Crusius vermuthungsweise äusserte, patXov zu ergänzen: £־jj xa Lrxa <[lä.XXov> ף־ xa 07.xa». § 338 wird behauptet: ״eine Anzahl Nomina auf oc,-ac,־sd׳c,׳־*)c nimmt die . . . Endu11g0־jp an nach Analogie der vielen Lehnwörter auf cop“, aber die angeführten Beispiele beweisen das gar nicht; es wird überhaupt nur ein Wort auf ורgen ahnt und das ist sicher falsch erklärtפפיור ,׳ (im Wb. אפיפיור) soll nämlich של»71 -־־-•״««■ ein Würdenträger (später Papst)“ sein. Die anderen Wörter zeigen andere Bildung und entsprechen in ihrer Form ganz dem Griechischen, sind aber auch zum Th eil falsch erklärt: פלסטר soll ״ludcxr^■ Fälscher“ sein (lies: TüXaaxTjp itXacxTjC;), aber 7tL>.cx7]p (und 71XaaxYjp) bedeutet nur Bildhauer, Künstler, nicht Fälscher; sollte פלסטר nicht einfach falsator sein? פלטר ist eher rcpaxYjp (wie 7 פלטירץ:paxYjptov) als TcüjX7]XY|p. כדכליאר ist (wenn richtig gedeutet) natürlich nicht 7.0/sondern xo/Xiapiov. בורכייר, das — ßaxyapc; erklärt wird, lautet im Wb. בובריא und בבריא• Was der Hinweis in der Anmerkung bedeuten soll, verstehe ich nicht; in den eitirten Inschriften handelt es sich um manierirte Nachahmung des altlakonischen Dialekts. § 350 ff. ׳ werden ״neue Wörter“” behandelt und aufgezählt, d. h. im Jüdischen vorkoinmende griech. und lat. Vokabeln, die in den Wörterbüchern dieser Sprachen nicht Vorkommen. Der Verf. hat darüber früher ausführlich gehandelt (Byzant. Zeitschr. II 494 ff.) und giebt hier nur die Resultate, die aber meines Erachtens grossentheils sehr problematisch sind. § 351 zählt sieben ״verkannte gr. und lat. Nomina1' auf. Von diesen kann ich nur olearins (Badediener), das übrigens schon aus dem Griechischen (oUapio^) bekannt war, als richtig anerkennen. Bei den andern hat Löw mit Recht seine Zweifel geäussert. Ich kann z. B. unmöglich annehmen,. dass בריקיי ßpixsXo:. (es soll ״tragische Masken“ bedeuten) ist, ein Wort, das in hellenistischer Zeit völlig unbekannt war und nur von den Lexikographen als hei dem Komiker Kratinus verkommend erwähnt wird. Dass die römischen duumviri (lies (iuoviri) im Griechischen jemals c׳.~X0׳ (so erklärt Kr. ךר5די und דיו2לי) genannt wurden, ist sprachlich unmöglich; es wäre auch höchst merkwürdig, dass sich in den Inschriften kein Beispiel dafür findet. Auch in den § 352. 353 aufgeführten ״neuen Formen“ sind einige zu streichen, wie paXa/yi-XY;, N-pßixa, £eö־fXov׳ viapvoc, andere beruhen wohl auf falscher Lesart. § 356 nennt 19 ״neue Composita“, von denen wiederum eine Anzahl ehi streichen, ist: outlxKiucts, apimjulia, archiiudcx ^אירכיייודל kann nur falsche Lesart sein für ארכידיקי o.p/iSiv.op), aöXoxalux, opopauXoc, suux'jAeojv, ^oh&cpavog. Ebenso in § 357 (Vokabeln mit stark modificirter Bedeutung): slxovacxyjp, nap sxxy], scordiscus, Gcbxpov, xapri^xopov (Im Wb. richtig טרטימר ” xpixyjjxopiov). fsvecia bedeutete im klassischen Griechisch die Feier des Geburtstags der Verstorbenen, itn hellenistischen Griechisch wurde es. (wie im Jüdischen) auch von der Geburtstagsfeier Lebender gebraucht. § 358 ״Neue Vokabeln im eigentlichen Sinne“: falsch ist a/v^axipoc (s. Löw II 33). Die Form יאטקטיא woraus der Verf. axav.dcc hernimmt, scheint mir corrampirt aus 0 — אטקסיאxa£ta. Das Wort Tt^Jcjupa brauchte hier nicht angeführt zu werden, da es auch in griech. (Quellen vorkomint. poaxpa (Schuhe) ist