Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 10 · p. Seite 564

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1900-01-01
Page
Seite 564 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2829132-2829741-2829752-2883063--30393-2883163
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

564 Besprechungen. scription noch in dem über Vokalwandel; דוגמא könnte nur Soyfia sein, dsqfxa muss im Jüdischen דיגמא lauten, wie an manchen Stellen wirklich überliefert ist, und so muss offenbar an allen Steller, wo der Zusammenhang ein Wort wie ösq|j.a verlangt, gelesen werden, wie auch bei dem davon abgeleiteten Worte 0£ =) דיגמטוריןr£paTT|pL0v) und nicht דוגמטורין als die richtige Form gelten muss. Der erste Band, dem Löw’s Mitarbeit fehlte \erst am Schlüsse ■finden sich einige Bemerkungen von ihm), bedarf auf Schritt und Tritt der Controlc durch den zweiten Band. Zahlreiche* Erklärungen und aus unsicheren Idcntificirungcn abgeleitete Regeln sind durch Löw’s Bemerklingen hinfällig geworden. Einiges hat der Verf. selbst im Wörterbuch stillschweigend berichtigt oder geändert, denn es finden sich hier und da Differenzen zwischen dem ersten und dem zweiten Bande. So wird § 28 für die angeblich e Tiansscription ־. on u durch אן unter Berufung auf Fürst als einziges Beispiel אופנייא angeführt, das — sein soll[;׳ im Wörterbuch aber fehlt dies Wort überhaupt. § 33 wird unter f) angegeben, dass ao im Jüdischen auch ohne Bezeichnung vorkommt, und dafür פרגד (lat. paragauda) angeführt, dazu die Anmerkung: פרגד״ scheint ursprünglicher zu sein als die jetzt recipirte Schreibart פרגוד“; im Wörterbuch ist aber nur die Form פרגוד an gefühlt und פרנד gar nicht erwähnt. § 108 wird der Beiname גלוסטרא — *JtaX00a3׳cp0{. ״mit gutem Gestirn״ erklärt, im Wörterbuch dagegen .mit claustrum zusainmengebraeht und ״Schlosser״ übersetzt: Beides ist nach Löw gleich ungewiss. Die Uebersetzung ״mit gutem Gestirn״ ist übrigens ein komisches Missverstündniss: y.ahooacTpoc ist das lat. calvaster und bedeutet einen Mann mit kahlem Vorderkopf (noch nicht vollständiger G atze), synonym mit dem griech. äva^'/LavTiac. § 277 wird als Beispiel für den Einschub eines n das Wort קלצטוניר angeführt und mit *oXxaxvjp idcntificirt; im Wörterbuch wird das identische קליסטנריי als quaestion ar i us erklärt, also gar Einschub eines 1 angenommen! (q 11 aes ti :> n ar i u s ist קוסטינר). Ein näheres Eingehen auf alle Einzelheiten ist an dieser Stelle unmöglich, da ich den mir zugomessenen Raum alsdann bei weitem überschreiten müsste; ich begnüge mich daher mit einer Auswahl von Bemerkungen aus dem Material, das ich gesammelt habe, und halte mich dabei an die Reihenfolge der Paragraphen des ersten Bandes. Solche Dinge, die bereits von Fraenkel a. a. 0. und von F. Pedes (in seiner Anzeige Byz. Zeit sehr. 1890 S. 539 ff.) besprochen sind, lasse ich im - Allgemeinen bei Seite. § 7 זוג (Paar) wird richtig mit Coyov (nicht, wie gewöhnlich, mit Ceöfog) idcntificirt, die Redensart Crqa (Paar oder Unpaal•) ist ein treffender Beleg für diese Bedeutung von Coyöv, ausserdem hätte noch Coydopv (paarweise)־ angeführt werden können. § 8,3. Für die Schreibung mit ט (statt ת) für'י griech. ff in פיטס (1uff0£) u. אנטיפיטא (aWbjrcai0$) bedarf es nicht der Erklärung regressiver oder progressiver Beeinflussung durch das s, zumal diese für אלטינון (— akvjffivov?) nicht zutrifft; x statt ff findet sich in Inschriften von Kleinasien und Aegypten und in Papyri schon sehr frühzeitig (Dieterich Unters. S. 84 f.). Vgl. auch § 17 u. § 165 (ff statt, x und ת statt ט)• § 26 A. 1. (an! nutendes 1 durch א bezeichnet) ist zu streichen: für אלריא

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.