Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 551 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen. 551 Beschaffenheit des Textes in der einzigen Ausgabe die bis dahin vorhandeil war, wofür er u. A. den Grund angiebt, dass das Ruch, wie er erzählen hörte — es erinnert an die bekannte Erzählung über das Geschick, das die Aristotelischen Schriften betroffen hat (Zeller, Phil, d. Gr. II 2, 2 Aull. S. 139) — ursprünglich in einer Höhle aufgefunden und schwer leserlich geworden war. daher das Werk später mit einem Texte gedruckt wurde, in dem es oft unmöglich ist Sinn und Zusammenhang der einzelnen Stellen herauszufinden. Er berichtet über die frommen Mittel, die er anwandtc, um zur Erkeuntniss des Werkes zu gelangen, er betete, fastete, besuchte die Gräber der Verstorbenen, rief so oft mit grosser Andacht 130 mal den Namen des Propheten Elia an u. s. w.1) — und er schuf einen Text, der alle Constructioncn moderner Midraschkritik übertrifft, einen!!«]gearbeiteten, interpolirten, durch ganz fremde Bestandteile durchsetzten Text, den er als נוסהא חדשה abdruckte2). Dieser Text wurde dann durch die Ausgaben verbreitet, die? Fr. S. VIII anführt, und das war der תנא דבי אליהו, wie er allgemein gebraucht und citirt wurde! Auch die Bücher haben ihre Schicksale — (man möchte hinzufügen: auch die Sprüchwörter, wenn der gelehrte Herausgeber über den Spruch הכל תלוי במזל אפילו ספר תורה שבהיכל mit dem er das Vorwort beginnt und schliesst, ausdrücklich S. III bemerkt, dass derselbe ihm nur aus den דרושים des מהר"□ שי״ף bekannt ist. Der Ausspruch findet sich schon in! Sohar und wird in Rekanatc’s ויתחברו יחד כל חבט י ישראל ויתעסקו בספר הזה לפרשו ולהגיהה אותו על אמתתו ועד בוריד לבכח שכלם שכל אנושי אי אפשר להם וכו׳ das, S. 2cl ועוד שמעתי אומרים שמתחלה נמצא זה הספר במערה אחת והיתד, מטושטשת ומזה באתה ההעתקה המשובשת ואפשר שזהו האמת שהוא מלא טעיות יותר מכי" משאר ספרים ואח".ב כשבא מלאכה הרפוס בעודם נדפס הספ׳ הזה בנוסחא המשובש' כפי מה שהיה נמצא הספ׳ הזה בידם ובו׳. (Vgl. auch das zweite Vorwort zum Komm. מאורי אש von ר' אברהם שיק und das. Ende שמורגל בפי הכל שהספר הזה הוא מלא טעיות ובו׳). *) Ebencl. S. 2c ראשית חבמה של הפירוש הזה היה תפרה עשה מחצה ע״י שנתתי את נפשי בתפלה ובתחנונים ובבקשה בצום ובבי ומספד . . שלא הבנתי אפי׳ מרה חדא להגיד.ר, או לפרש עד שהתפללתי בדמעות שליש לפני הקב״ ה שיגלה עיני . . שני' שהלכתי על קברי הגאוני׳ ואבותי הקדושים שהמה יבקשו רחמים שיפתחו לי שערי חכם׳ . . שהתפללתי להקב״ה שיתן רשו׳ לאליהו ז״ל.ולתלמידו רב ענן שהם יגלו ויודיע לי הפירוש האמתי והנוסחא הנבונה והישרה של הספ' הזה ע״י מזלי של מעל ומזלי יגיד לנשמתי ולשכלי . . רביעית שאמרתי בבל ט״ש בכוונה גדולה ק״ל פעמים אליהו הנביא ובו׳. 2) In der Prager Ausgabe, die auch werthvolle Zuthaten enthält, wie die Stcllenangabe der Schriftvcrse, Verweisungen auf den Jalkut, Varianten aus dem Jalk. etc., ist auch der Text der Ven. Ausg. am Anfänge jedes Kapitels in kleinerer Schrift als נוסחא ישנה abgedruckt. Später wurde jedoch, so in der Ausgabe 1796 סאלקווא, der ursprüngliche Text weggelassen; in den Ausgg. Lemberg 1869, Warschau 1876 ist bisweilen der frühere Text mit der Angabe נ״ י in Klammern beigesetzt. Die Warschauer Ausgabe 1880, welche nach Fr. S. VIII wieder nach der alten Prager Ausgabe beide Texte liefert, konnte ich nicht vergleichen.