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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 10 · p. Seite 515

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 10
Article
Miscellen über Saadja
Date
1900-01-01
Page
Seite 515 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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Miscellen über Saadja. 515 Periode geschah, während in Wahrheit dieses 15 Jahre später der Fall war1). Es ist aber auch eine andere Möglichkeit vorhanden. Im Seder Olam c. 30 werden nebst Alexander dem Grossen 8 griechische Könige aufgezählt: ואלו הן שטנה מלכי יךך אלכסגדרוס טוקדוך 3ירטן שליטן סליקם סנטרוק אגטיוך אנטיוכס גסקלגס. Die Varianten dazu sind 'bereits mehrere Mal zusammengestellt und auch der Versuch gemacht worden, die Namen zu identificiren2). Ohne hier darauf näher einzugehen, bemerken wir, dass unter אנטיוך wahrscheinlich Antiochus III der Grosse und unter אנטיוכס Antiochus IV Epiphanes zu verstehen sei. Von len übrigen Königen hat ausser dem letzten nur noch גסקלגס in die Schicksale Israel5s nachtheilig eingegriffen. Die talmüdischen Quellen3) wissen von ihm zu erzählen, dass er befohlen hat, Abbilder in den Tempel zu stellen, dass aber Simon der Gerechte im Allerheiligsten eine Stimme vernommen hat, dass der König getötet und die Bedrängniss zu Ende sei. Es unterliegt keinem Zweifel, dass hier der bekannte Befehl des Cajus Caligula erzählt wird, und auf ihn passt auch besonders das im Scholion zu Megillath Tanith Erzählte, aber ebenso steht es fest, dass die talmüdischen Quellen ihn für einen griechischen König gehalten4) und daher mit Simon dem Gerechten in Verbindung gebracht haben5). Ist aber unter אנטיוכס Antiochus Epiphanes zu verstehen und hat man gewusst, dass die Hasmonäer ihn besiegt haben, so Q Umsomehr als Dan. 8,9 :11. so deutlich auf diesen König hinweist. 2) So z. B. von neueren Autoren: Lazarus (1. c., p. 11 ff), Brüll (Centr. Anzeiger I, 67), Ratner z. St. (p. J44) und Krauss (Lehnwörter II u. d. bctr. Artikeln). מ) Megillath Taanith zum 22 Schebat: Sota Jerusch. IX,13 f. 24 b’: Babli 33 a; Tos. XIII, 6; Midi*, zu Hohel. 8,9. 4) S. z. B. Raschi zu Sota: גסקלגס מלך יון הלה. 5) Umgekehrt glaubt Lazarus (1. c., p. 13 Amn.), dass, weil er mit Simon in Verbindung gebracht wurde, er für einen griechischen König gehalten wurde. Gractz (Geschichte IIP p. '740), der den talmud. Quellen keinen solchen Anachronismus Zutrauen will, identificirt שמעון הצדיק mit dem Hohenpriester Simon Kantheras. Dieses ist aber kaum wahrscheinlich, ebenso wenig ־wie die Hypothese Biichler’s (Chwolson-Festschritt, p. 8 ff.; vgl. bes. p. 13, n. 5), der שמעון für eine Corrupbion von ישמעאל hält und darunter Isma-el b. Phiabi versteht. Solche Anachronismen sind ja, wie bekannt, in den talmud. Quellen keine Seltenheit. . 38*

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