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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 10 · p. Seite 493

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 10
Article
Die hebräisch-arabische Sprachvergleichung des Jehuda ibn Koreisch
Date
1900-01-01
Page
Seite 493 (sequence 8)
Language
German
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Die hebräisch-arabische Sprachvergleichung des Jehuda ihn Koreisch. 493 Indem wir nun zu der eigentlichen lexicalischen Sprach- Vergleichung JK’s übergehen, seien über dieselbe noch zuvor einige Bemerkungen gegeben. Die von JK beigebrachten Analogieen aus dem Wortschätz des Arabischen erstrecken sich keinesweges nur auf solche Vergleichungen, die durch die völlige lautliche Uebereinstimmung schon äusserlich ersichtlich sind, sondern zeigen auch die Anwendung verschiedener Methoden, als der Metathese, ferner der Lautverschiebungen innerhalb der zu denseihen Organen gehörenden Buchstaben; schliesslich bedient sich JK auch des von den Arabern angewandten Principes des sogenannten מצחף oder יתצחיף des irrthümlichen Laut- Wechsel s1). JK steht demnach auf einem viel fortgeschritteneren Standpunkt als sein auf ihm fassender Nachfolger Ihn Ganäh, der sich äusserlich hierin die Grenzen seines Vergleichungsgebietes enger gezogen hat, allerdings wiederum durch die reiche Fülle der von ihm beigebrachten sogenannten lexicalischen Analogieen ein inhaltlich bedeutsameres Material bietet als sein Vorgänger. In der Anwendung der Vergleicliungsmethoden steht unserem Autor nahe Abu Ibrahim Ishäk ibn Barün, der von denselben in seiner Muwäzana reichlichen Gebrauch macht, auch von dena sogenannten תצחיף* Es sei aber besonders hervorgehoben, dass JK’s Art und Weise der Vergleichung von der neueren semitischen Philologie angenommen ist, sowohl was die Methode im Allgemeine]! betrifft, wie auch hinsichtlich einiger Wurzeln seihst, was unter anderem auch ein Blick in das grundlegende Werk von J. Barth, Etymologische Studien zum semitischen, besonders zum hebräischen Lexicon, lehrt2). Eine Eigentümlichkeit von JK’s Sprachvergleichung ist es, dass er manche Analogie mit dem Arabischen durch das Wort תפסיד ח andeutet, d. h., dass das betreffende hebr. Jedenfalls ist hiernach zu berichtigen Bacher, Hehr.-arab. Sprachvergleichurig etc., p. 31 oben. Zur Erklärung von *בד vgl. auch noch Tanhüm im Comm. zu Habakuk 2,13 (ed. Munk, Paris 1843, p. 34—35). r) Ueber den tenn. תצחיף vgl. Kokowzoff’s russische Abhandlung über Ibn Barün, p. 81, Anm. 168. 2) Betreffs Hervorhebung dieses Momentes ist in den Anmerkungen auf die Uebereinstimmungcn mit diesem Werke hingewiesen; von anderen Arbeiten der Neueren wird sonst noch auf Gesenius’ thesaurus hingewiesem der übrigens auch JK’s Risäle excerpiert hat.

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