Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die hebräisch-arabische Sprachvergleichung des Jehuda ibn Koreisch
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 491 (sequence 6)
- Language
- German
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Die hebräisch-arabische Sprachvergleichung des Jehuda ihn Koreisch. 491 Entlelimmg von Worten natürlich erscheint1). Als besondere Momente von JKY Sprachvergleichung seien erwähnt, dass er einmal von ״vielen dem hebräischen Sprachgnt fremden Worten “ spricht, die ״eigentlich arabisch sind“: כמא לנא גראיב בחידה י(2 עבראניה ודי ערביה ein ander Mal ein Wort als rein arabisch hinstellt■: 3ערבי מחץ). פדן gleich צמד בקר durch dasselbe arab. Wort,פדאן oh 11 e Teschdid, wiedergeben. — Die ursprüngliche Quelle bei Mose ha-Darschan für Raschi betreffs dieser arab. Analogie verinnthen wir deshalb, weil sich diese Vergleichung nicht bei Dunasch ben Labrat findet, der sonst, theils direct citiert, theils ohne Anführung, Raschi als Quelle für arab. Analogieen dient. Dass Mose lia-Darschan die Risäle benutzt hat, geht aus seiner in Raschis Coinm. zu תשנה Prov. 5,20 mitgetheilten, allerdings auf einem Missverständniss beruhenden Bemerkung hervor, vgl. Frankl, Monatsschr. XXII, p. 495. *) Ygl. Ris., 2,11 und lies Z. 17: פחשאבהת אללינה מן קבל אלממאזנה etc. Den Grund der Nachbarschaft führen auch an Mose ben Esra im כתאב אלמחאצרה ואלמדאכרה im ersten Capitol; cf. Kokowzoffs Ausgabe desselben, S.-A. aus der Wostotschnia Samjätki, St.,Petersburg 1895 p. 215,8: אמא אלמקארבה אלתי בין אלתלאת לנאת אעני אלעבךאניה ואלסריאניה‘ ואלעריניה פבסבב תצאקב אלדיאר ותדאגי אלאמצאר חתי לא פרק בינהמא, vnd ferner Tanhüm im Coinm. zu Josua 15,47 (ed. Harbrücker, 1862, p. 30), der hieraus die gleiche physische Beschaffenheit der Hebräer und Araber ableitet; vgl. Goldziher, Studien über Tanhum, p. 22. 2) Vgl. Ris., 11,3—4, wo uns jedoch die eigentl. Erklärung von פזז ,,sich freuen“, — s&muss sicher Z. 3 statt פוז gelesen werden— im Arab. zu belegen nicht möglich ist. — Uebrigens spricht auch Dav. b. Abraham von solchen fremden, dem arab. entlehnten Worten, zu denen er auch gleich JK 1. c. Z. 5 גלדי Hiob 16,15 .zählt, vgl. Bacher 1. c. p. 72—73, 11. besond. p. 73 Anm. 4. 3) Ris. 69,5. Dort vergleicht JK ינרע Hiob 36,27 mit arab. נרע in der Bedeutung ״aufgesogen werden“:!ייגרע נקט אלמיאד JK bemerkt hierbei ausdrücklich, dass das Wort nicht zu stellen ist zu ננרע Nuin. 9,7 im Sinne von ינהקץ. was vielleicht gegen Saadia gerichtet sein mag, der Hiob a. 1. (ed. Cohn p. 79) ינקץ hat. — Uebrigens findet sich dieselbe Analogie aus dein Arab. hei dem dein XIV Jahrhundert an gehörenden Salomo b. Samuel aus Gorgang, Verfasser eines hebr.-persischen Wörterbuches, von dem Bacher im Jahresbericht der Landesrabbinerschule zu Budapest 1900 handelt; vgl. dort p. 71. Salomo b, Samuel zählt ינרע zu den 3 Wörtern des Buches Hiob, die nur dein arab. Wortschatz entlehnt sind: י •והן נ׳מלוח מצויות בל׳ ערבי ולא בל׳ אחרת יגרע וערקי׳ וזהמתו Letzteres Wort liebt auch David b. Ahraham als fremdes dem Arab. entlehntes Sprachgut hervor; cf. Bacher, Sprachvergleichung, p. 78.