Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Erwähnung Jochanans des Hohenpriesters im Pseudojonathan zu Deuter. 33,11 und das angeblich hohe Alter dieses Targum
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 483 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Erwähnung Jochanan’s fl. Hohenpriesters i. Pseuclojonathan z. Deut. 483 keinen Fuss zum Stehen haben,“ bezogen werden soll! Also die Pharisäer, die von der Volksgunst getragenen frommen Gesetzeslehrer, zu denen das ganze Volk in Liehe und Verehrung auf blickte, sie sollte ein Meturgeman öffentlich hei der Thoraverlesung zu verwünschen und auf eine Stufe mit dem Sünder Achah und den Gut zenpries fern zu stellen gewagt haben, während doch alle Quellen, von der Tosefta und den Talmuden his Josephus, darin übereinstimmen, dass seihst Saddueäer in Amt und Würden nicht den Muth hatten, ihre ah weichenden religiösen Ansichten hei ihren Amtshandlungen geltend zu machen, sondern stets ״wenn auch widerwillig und gezwungener massen“ der Meinung der Pharisäer sich fügten, ,,weil sie sonst“, wie Josephus ausdrücklich bemerkt1), ״von der Menge nicht geduldet worden wären?“ Und sie sollten eine solche Ueber- Setzung ruhig geduldet haben, ja diese Uebersetzung sollte sich sogar von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzt und bis in die späteste Zeit erhalten haben? Das wird kein Mensch für glaublich halten. Dass die Sache, irgendwo einen Haken haben müsse, ersieht־ man übrigens auch daraus, dass Geiger selbst merkwürdig ob er auch nur so alt ist. Denn Genesis rabba weiss noch nichts von der pries terlichen Abstammung Elias, was uin so bezeichnender ist, als daselbst (Cap. 71 gegen Ende; vgl. auch Jalkut § 128) die Frage nach der Herkunft Elias eigens aufgeworfen und ausführlich erörtert wird. Zur Beantwortung derselben werden dort die Ansichten R. Eleasars und R. Nehorais, zweier dem dritten Geschlechte angehöriger Amoräer, mitgetheilt, u. zw. war nach jenem Benjamin, nach diesem aber Gad der Stammvater des Propheten, was beide durch Schriftstellen zu belegen suchen. Schliesslich wird daselbst noch erzählt, dass diese;Streitfrage einmal durch Elia seihst dahin entschieden worden sei, dass er ״ein Nachkomme Rahels sei“ פעם אחת נחלקו רבותינו בדבר אלו אומרים משל גד ואלו אומרים משל בנימין (היה אליהו). בא ועמד לפניהם, אמר להם רבותינו מה אתם נחלקים עלי אני מבני. בניה של רחל. Man sieht, der Gedanke an die Mög־ lichkeit priesterlicher Herkunft l»,g diesem Midrasch noch vollständig fern. Dagegen hat das späte Tanna de-Be Elijahu hierzu schon einen Zusatz (Elij. rabba Cap. 18, vgl. auch Jalkut I B. König. § 208), in welchem hierauf bereits angespielt wird. Darin wird nämlich Elia die Frage entgegengehalten: ״Bist du denn nicht Priester?“ ולא כהן אתה, was aber seihst dort noch von Elia verneint wird. Die gleiche Frage ״ יא■ בהן הוא מרist denn der Herr nicht Priester?“ wird an Elia auch im Talmud (Mezia 114b) gerichtet, was aber hier von ihm nicht bestritten wird (vgl. jedoch Tossaphoth z. St. Stw. מהו שיסדרו)• l) Antiqu. XVIII, Cap. 1,4 ־npaaösTai' ts utt’ akwv (־wv Saoöouy.auov) oötsv fö? s(TCE 1 v. orrot'E pap irr’ dpyd? itapsXiloisv, dy.ooactu? p. sv y.ai 7-ax’ avap7.ee?, itp0?yu>p0bai 0 ouv 01? h Oapiaato? Asyet, otd to;j.7j aXXto? dvexTouc ysvIaH-ai toi? 1t Xtjds<5 1 v. 3r