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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 8 · p. Seite 420

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 8
Article
Zur Charakteristik des Levi ben Abraham ben Chajjim
Date
1900-01-01
Page
Seite 420 (sequence 4)
Language
German
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420 Zur Charakteristik des Loy! ben Abraham ben Chajjim. Verhaltens sind, und dass er in Folge dessen von diesen befreit wird in dem Masse, in dem er zur Stufe der Vorsehung emporsteigt.ו) Durch seine geistigen Kräfte ist er dann auch im Stande, Schlüsse aus den Ursachen auf die Wirklingen zu ziehen und die Zukunft zu berechnen und sich dadurch vor Schädigungen zu bewahrenl 2); denn wer zu einer separaten Intelligenz sich erhebt, kann das, was aus ihr hervorgeht, erkennen und in den Kreis seiner Voraussicht ziehen. Wenn man sich so den Gesetzen der Natur einfügt, so lebt man ihnen geinäss sein Dasein aus; eine Verlängerung desselben über seine natürliche Grenze hinaus stände aber im Widerspruch mit ihnen und ist deshalb unmöglich3). Notliwendig und unabwendbar sind überhaupt alle die Uebel, die im Wesen der Materie als solcher liegen; diese wird daher in der Bibel als ״die Finsternis“, ״die Gruft“ und ״das Böse“ bezeichnet4), und hierin liegt der Schlüssel für die Erklärung der Schriftstellen, welche Gott als den Schöpfer von Bösem und Nichtgutem hinstellen5). Auch die Naturgesetze, die der Gesammtheit der Schöpfung Nutzen bringen, können kraft ihres von Gott bestimmten Wirkens dem Einzelnen und sogar Vielen grossen Schaden zu־ fügen, ohne dass deshalb gegen die göttliche Vorsehung etwas bewiesen wäre. Die feste Ordnung des Ganzen bleibt gut, auch wenn sie in dem wandelreichen sublunarischen Gebiet manchen l) Vor gl. More III. 11 11. 12. a) Vergl. More III, 18 11. 23 .sowie II, 38. lieber den von unserem Autor gebrachten Hinweis auf Aristoteles vergl. Sch em tob zu More III, 18: הפלא בתכלית הפלא ממורינו שהביא ראיה מאבוג״צר ממה שאמר בפתיחוהד לספר המרות ולא הביא ראיה מהמתחיל החכמות כי אמר בספר המדות ז״ל אמנם הפועל כפי השכל וזה מזימותיו רפו׳. 3) Vergl. oben S. 67. Die Ansicht unseres Autors kehrt dann bei Gcrsonides wieder, s. dessen Bemerkung־ zu Prov. 10,27: יראת ד׳ תוסי^לאדם ימים על ימיו הקצובים בי מצד דבקות השגחת הש״י בו ינצל מהרעות אשר סודרו לו שהם סבות מיתתו קודם הבילוי הטבעי und zu 10.30: או ירצה יאמרו לא ימוט לעורם תוך הזמן הנגזר לו ,1חיות לא ימות בטעם אמרו אה מספר ימיך אמלא. ס Vergl. More III, 9 11. 10. 5) S. cod. hebr. M011. 105 a f.: וזה ההיולי הוא שקרא רע וההעדר קרוי חשך בלוט׳ שהמציא החמר שהוא סבה והעדר לא שיהיה (Jos. 45,7) באמרו ובורא חשך ובורא ר;י בורא רע בפשוטו בי הרע הוא ההעדר אינו מפעלת פוער ולא יתכן ליחס אל האר רק בריאה העצם והמציאות הטוב גם יקרא ההיולי שאור ואבדון אמר ערום שאור נגרו ואין כסות לאבדון ב?:יומ' שהמציא החמר שהוא סבת [סבה] ר״ל שהוא ערום "הוציאו מהיות לו (Hiob 26,6)

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