Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 383 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechung.;83 101b), er andere, auch ältere und umfangreiche Midraschim sehr wenig citirt oder gar. nicht kennt : aus dem Midrasch zum Hohenliede kommen im Aruch 2 Citate (Kohut, das. S. 113), aus Midi־. Kohelet 2 Citate (G. Y. S. 266, vgl. Buber מדרש זוטא S. 122), aus dem Midrasch zu den Psalmen 8 Citate (Buber, Einl. S. 34 a ), aus Midrasch Mischle 1 Citat (vgl. G. V. S. 269 und Bubers Ausgabe S. 50 1» und Einl. S. 11 a ), aus Pesikta rabbati und Seder Eliahu, wie erwähnt, kein einziges Citat vor. Der Yerf.des Jalkut kennt nicht—nach Buber, Einl. z. מדרש זוטא S. XVII ff. — den Midrasch Kohelet, der sich in unseren Ausgg. der Rabbot befindet, sondern den von Buber ebend. S. 83 —130 veröffentlichten, dagegen excerpirt er aus dem Tana debe Eliahu die zahlreichsten Stellen, vgl. Jalkut Th. I. §§ 34 61 62 76 77 78 82 95 99 117 182 212 265 268 386 391 398 429 444 450 455 504/5 568 569 612 613 742 745 765 766 771 826 830 837 898 940 942; Th. II. 7 42 49 68 103 165 207 214 217 224 232 234 267 302 340 (־Ez.) 672 658 729 795 843 883 888 u. a. — Diese einen grossen oder den grössten Theil des Tana debe Eliahu enthaltenden Auszüge, die bisweilen ganze Kapitel umfassen, haben sehr oft den Charakter einer andern Recension des Werkes, wie auch die neue Ausgabe und die Yenediger Ausgabe, die nach einer Hs. vom J. 1186 veranstaltet wurde, vielfach von einander abweichen, und die Hs. de Pvossi, die Horbwitz veröffentlichte, wieder eine andere Recension für die Seder Eliahu sutta bietet (man vergl. auch die Kapitelübersicht bei Eriedmann S. 165 und die in den Anmerkungen S. 168 ff. angeführten Stellen). Aus. der Ycrgleichung der Ausgaben mit dem Jalkut darf man doch nicht folgern, ״mit welcher Ungebundenheit damals die Schriften redigiert wurden“ (S. IX), oder man müsste überhaupt die verschiedenen Recensionen, in denen uns alte Schriften enthalten sind, auf eiue solche Üngebundenheit der Redaktion zurückführen. Man darf auch, glaube ich von dem Jalkut-Werke nicht urtheilcn, dass es nur mit der grössten Vorsicht benutzt werden kann, ״weil es keine treuen Copien liefert“ (S. VII). Abgesehen von dem bekannten Verfahrendes Yerf. des Jalkut, die Namen der Autoren häufig wmgzulassen,*Stellen zusanimenzuzichen oder umzusetzen, um sie passender an den betreffenden Schriftvers anzuknüpfen, bietet er nach den HSS., die ihmvorlagen,J und öfters zu den einzelnen Theilen seines Werkes nach den verschiedenen zu diesen Theilen von ihm oder seinen Mitarbeitern benutzten HSS. die genauesten LAA., wie ich es bei meiner Bearbeitung des Bereschit rabba aus der Vergleichung der HSS. so oft feststellen konnte. LAA. des Jalkut, die durch andere HSS. belegt werden, sind von grossem textkritischen Werthe, wie sich umgekehrt der Werth einzelner HSS. durch ihre häufige Ucbereinstimmung mit den LAA. des Jalkut erweist. Herr Fr. beabsichtigt in einer ausführlichen hebräischen Einleitung auf die Geschichte dos Textes näher einzugehen, in welcher wir gewiss auch eine genaue Würdigung der einzelnen jetzt uns bekannten Recensionen des Seder Eliahu linden werden. Mit grossem Interesse darf man der Begründung der vom Heraus«, im Vorwort ausgesprochenen Ansicht über das Alter des Werkes und dessen Zusammenhang mit dem im Talmud, genannten Seder Eliahu entgegensehen. Die Zeit, in der der Autor gelebt hatte, ergiebt sich aus drei Daten im Buche selbst, cap. 2, S. 7; c. 7 (6), S. 37: c. 31 (29), S. 163, vgl. 8. VIII. Nach Zunz. der Rapoport (לרבינו נתן' Note 43) folgt, ist das Werk, in welchem der ältere, jetzt verlorene, Seder Eliahu vielleicht benutzt wurde, um das Jahr 974, also zur Zeit■ des vorletzten Gaon, R. Scherira geschrieben worden (vgl. GV. S. 89, 112, 114, 299). Weiss (zur Gesch. d. jüd. Trad. ELI S. 288) hält es gleichfalls für zweifeilos, dass unser Tana debe Eliahu nicht identisch mit dem im Talmud er-