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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 7 · p. Seite 382

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1900-01-01
Page
Seite 382 (sequence 3)
Language
German
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382 Besprechung, SE. nicht selten gewesen zu sein, wenn auch der Veranstalter der ed. Yen. 1598 bezeugt, dass bis zu jener Zeit das Buch nur durch Citate bekannt gewesen sei, keiner aber kenne das ganze Buch (S. V). — Tosaf. a. a. 0. wird übrigens zu היינו ראמרי סדר דאליהו רבה סדר אליהו זוטא' (bei Raschi, Tosaf. und En Jacob סלר אליהו רבה; in Tanna debe Eliahu Warschau 1876 סדר אליהו רבא) in der bekannten Erzählung des Talmud abweichend von Raschis Erklärung diejenige des R. Isak angeführt לפי שהפסיק בלמודו (בלימוד) לרב עגן חלקו לשני סדרים (חלקים) ובפעם ראשון למד ממנו יותר מן הארבע ידות קרי לראשון סדר אליהו רבה (רבא) ולבתראקרי זוטא; eine ]Beschreibung'des Scdcr Eliahu, ein Theil desselben werde ״der grosse“, der andere ״der kleine“ benannt, weil der erste Theil beinahe viermal soviel enthält als der zweite“, was nicht erst hätte hervorgehoben werden müssen, ״wenn das Buch in Fachkreisen allgemein bekannt gewesen wäre“, braucht hierin nicht gesucht zu werden. Tosafot zu Baba mezia 86b und 114b, sowie zu Sabbat 13b, an letzterer Stelle gleichfalls in einer Erklärung des ר״י, wird der Seder Eliahu citirt, ohne dass es für nöthig gehalten wurde, das Werk näher zu beschreiben. Die höchst bemerkenswerthe Angabe im Aruch a. a. 0. bezieht sich nach Zunz (ebendas S. 89) auf den älteren im Talmud Ketubbot a. a. 0. erwähnten Seder Eliahu; Herr Fr., der hier promiscue von der Citirung und Benutzung des Werkes in Jalkut, Aruch, Jalkut Machiri spricht, der gegen Rapoport Zunz u. A. die Identität des סדר אליהו mit dem תנא דבי אליהו behaupte^ (S. IX), siebt in der Stelle des Aruch eine auffällige Beschreibung einer Recension des auch uns erhaltenen Werkes (aus dem übrigens kein einziges Citat im Aruch vorkommt) und bemerkt, man könne diese nur begreiflich finden in der Annahme, ״dass das Buch zur Zeit wenig bekannt, war“, dasselbe dränge sich auf, wenn man das Sammelwerk ילקוט המכירי zur Hand nimmt (״der Sammler soll Ende des XIV. u.. Auf. des XV. Jahrh. gelebt haben“). In dieser Sammlung ״ist die gesamintc tahnudisch-midraschische Literatur vertreten, nur unser Elias-Buch fehlt“. Letzteres ist nicht zutreffend. Auch aus der Pesikta rabbati linden sich keine Ex- .cerpte im Jalk. Machiri, weder im Theile zu Jesaia, noch in demjenigen zu den Psalmen (vgl. Bubers Einleitung zu seiner Ausgabe des J. Mach. S. 7a). Ebenso wird die Pesikta rabbati im Aru^h1) nirgends citirt (vgl. Zunz, GrV. S. 244, und Buber, Einleitung zur Pesikta S. XII), was ja dem Herausgeber der Pesikta rabba nicht entgangen sein kann. Hieraus ist doch nur zu schliessen, dass dieses später bei den italienischen, französischen und deutschen Juden häufig gebrauchte- Midraschwerk (GV. S. 290) R, Nathan unbekannt geblieben ist, aber man wird doch nicht aus Aruch und Jalk. Machiri beweisen wollen, dass die Pesikta rabbati allgemein wenig bekannt war, oder die Vermuthung aussprechen, man hätte es mit Absicht vermieden, dem Werks beim Volke Eingang zu verschaffen! Auch dem Verf. des Aruch können einzelne handsehr. Midraschwerke unerreichbar gewesen sein, oder es müssen andere Gründe obgewaltet haben, dass er, während er Bereschit rabba, Echa rabbati, Vajikra rabba, Pesikta, Jelamdenu sehr häufig benutzt (im Aruch werden aus Ber. r. ca. 720 Stellen in ca. 820 Citaten angeführt, vgl. Monatsschr. Jg. 38, S. 9; aus Echa r. 160 Stellen, vgl. Buber Eiul. zu Echa r. S. 20a; über Yaj. r., Pesikta und Jclamd. vgl. Kohut, Index zum Aruch S. 112 —113, 122 —126; 115—121 und Buber. Einl. z. Pesikta S. XIII — XIV und Einl. z. Tanchuma S. 98a — *) Die Angaben in Kohuts Index.zum Aruch S. 122 ff. wo auch in der Pesikta rabbati die im Aruch .aus der Pesikta citirten Stellen Vorkommen, sind überflüssig und irreführend.

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