Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Actenstücke zur Geschichte der Confiscation der hebräischen Schriften in Frankfurt a. M.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829741-2829747-2882675--29996-2882732- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
230 Actcnstiicke zur Geschichte d. Confiscation d. hebräischen Schriften, אחיו ולא-וו שבעטתם בגזירותינו אף פי נפרשתם מן הציבור ולא נחתם לב על חששות שישנו לחוש וחורבה דתיפוק מינה ח״ו לא נוכל לעלות על דעתינו על מי ועל מה אתם .סומכים לעלות. ברוחכם לבטל טובה גדולה ההית' ראזיה לבא ע//י צירוף כזה אם היה בא אל הפועל. שומר ישראל ישמור את שאירתינו(!) .לבלתי שמוע נוגש ואין פרץ ואין צווחה ברחובתינו ובב' שלוותכ' יסגה נצח כ״ע אה' קהל ורנק בורט. נכת' ז׳ כסליו. VIII. Ihr Drei, die Ihr rüstig vorwärts schreitet (vgl. Spr. Sal.. 30,29), von Frieden und Wohlergehen immerdar begleitet,, ihr theuren und einsichtsvollen Freunde von den Gemeinden Wörth, Weissenbe[u]rg und Bothenburg! Möget Ihr alle, Jung und Alt, gesegnet sein! Wir haben Eure Briefe erhalten, die angekommen sind, als die Sache vorbei war. Was sollen wir euch darauf erwidern? Da jetzt die rechte Zeit versäumt ist, so ist das Opfer, überflüssig, wenngleich ein Ersatz noch möglieh ist. Sehet! Unsere Hand ist ermüdet und unsere Kraft erlahmt bei den Versuchen, die Gesammtheit immer wieder in dieser Angelegenheit, die der ganzen Glaubensgemeinschaft ein schweres Joch auferlegt, zu verwarnen: Denn niemand hat es sich zu Herzen genommen.- Gebe Gott, dass wir es nicht mehr nöthig haben und wir nicht mehr gezwungen seien, Jemanden zu Hülfe zu rufen, wenngleich wir bisher die uns obliegende Pflicht und noch viel mehr erfüllt haben und wir diesmal allein den Löwen, der ganz Israel bedrohte, verscheucht haben. Und wir hoffen zu unserem Hort, dass er [der Löwe] nicht wiederkehren wird, denn• da ereinmal vertrieben ist, so wird er immer ...vertrieben bleiben. Das walte. Gott. Aber Eurerseits ist die Sache vereitelt worden, und jetzt hängt die Kette an Eurem Halse. Denn was die Nachbargemeinden in der Nähe und Ferne angeht, die entweder persönlich erschienen waren oder schriftliche Vollmacht־ geschickt• haben, so haben sie, als sie bemerkten, dass Ihr Euch von uns zurückzoget und Ihr Im Hinblick auf die bösen Verhängnisse Euch in Verzweiflung von uns abwandtet, die Nutzanwendung für sich gemacht und erklärt, dass sie nicht mehr vermöchten als Ihr. Vielleicht haben sie sich sogar darüber gefreut, die Schuld auf andere schieben zu können ״und eine Thür für die Beue zu finden So ist denn dieses Mal die Sache durch Euch gescheitert, und Ihr Alle habt die Last und das Joch uns auf den Hals gewälzt. Nichtsdestoweniger haben wir nach besten