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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 4 · p. Seite 154

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 4
Article
Die Maccabäer als christliche Heilige
Date
1900-01-01
Page
Seite 154 (sequence 10)
Language
German
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.154 Die Maccabäer als christliche Heilige. drunten begraben״. (Aslimunit ist der gleiche Name wie der schon erwähnte Samuna, Schmuni, Salomona). Uebrigens haben die griechischen Kalendarien auch die Namen der 7 Söhne aufbewahrt (s. Nilles I p. 230). Bis zum Jahre 551 sind die Gräber der sog. Maccabäer in Antiochia nachzuweisen. Das Chronicon Paschale erzählt nun, dass im Jahre 626 zu Constantinopel in dem von Justinian bevorzugten Quartier Sicae Justinianae (an der Stelle des heutigen Galata) eine Makkabäerkirche noch existierte. Da aber sicher ist, dass die Gebeine der Märtyrer unter Pelagius I (556—561) nach Born kamen, so muss sie Justinian, der 507—561 regierte, nach 551 von Antiochia nach Constantinopel überführt und die Kirche gebaut haben. In Constantinopel blieben sie so nur kurze Zeit, denn Justinian gab die Beliquien ausser anderen materielleren Gaben als Versöhnungsgeschenk dem Papste Vigilius, der mit ihm und Theodora, der berüchtigten Kaiserin, im Streit gelegen war. Vigilius hatte Theodora schwer beleidigt, weil er früher gemachte Versprechungen, als es zum Halten kam, mit den Worten von sich wies: prius locutus sum male et insipienter, ״was ich früher gesprochen habe, taugt nichts“. Doch hat sich der Papst mit der Kaiserin Theodora wieder vertragen, und als Pfänder der Einigung wanderten mit anderen Beliquien die der sogenannten Maccabäer nach Bom und zwar an diejenige Stelle, wo nach last einem Jahrtausend der grösste Geist des Judenthums durch einen der grössten Künstler aller Zeiten in einem seiner herrlichsten Werke dargestellt wurde, dahin, wo der Moses des Michel Angelo steht, nach San Pietro ad vincula. Eine altbekannte Inschrift und das römische Martyrologium bezeugen, dass die Ueberreste der sieben Brüder da geborgen waren — doch wusste man nicht die genaue Stelle. '— Und nun versetzen wir uns aus der Zeit Pelagius I in die letzten Jahre Pio Nonös. Im Bulletino di archeologia cristiana 1876 p. 73—75 lesen wir, dass man bei Arbeiten unter den Stufen des Hauptaltars von S. Pietro a*d vincula einen Sarkophag gefunden hat, der auf der Vorderseite fünf Darstellungen aus der Geschichte Christi im Belief darbot: Auferstehung des Lazarus, Vermehrung der Brote, Christus und die Samariter am Brunnen, Christus sagt dem Petrus die dreimalige Verleugnung voraus, Christus übergiebt Petrus die Schlüssel. Die Figur des Erlösers und die Kunst sprechen für das IV oder Vte Jahrhundert. Das Innere des Sarkophags war durch sechs Tafeln aus plirygischem Marmor in 7 Abtheilungeu abgetheilt

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