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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 4 · p. Seite 152

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 4
Article
Die Maccabäer als christliche Heilige
Date
1900-01-01
Page
Seite 152 (sequence 8)
Language
German
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152 Die Maccabäer. als christliche Heilige. armenischen Kirche wie in einem ans dem Griechischen übersetzten syrischen Kalendarium von 411, das wahrscheinlich das der Kirche von Antiochia selbst war, Antiochia bezeichnet; und zwar meistens für den ersten August, nur das koptische Kirchenjahr nimmt den 8. August und den später als Christi Geburtstag gefeierten 25. Dez. als Datum des Martyriums zu Antiochia an. Für die römische Kirche sind höchst wichtige Zeugen die ältesten existirenden Martyrologien aus Epternach, Bern, Metz und Weissenburg, die in das 7. und 8. Jahrhundert zurückreichen, aber Quellen des 4. benutzt haben; sie sagen gleichmässig: Kalend. August, in Antiochia Passio Sanctorum Macchabaeorum septem fratrum cum matre sua qui passi sunt sub Antiocho rege. Um die Mitte des 4. Jahrhunderts muss dieser christliche Cult der jüdischen Heiligen schon üblich gewesen sein, denn um 888 schreibt der hl. Ambrosius dem Kaiser Theodosius, dass gewisse Cleriker die längst hergebrachte Gewohnheit 'hätten, das Fest der maccab. Märtyrer durch Procession und Psalmengesang zu feiern. In dem syrischen KaLendarium von 411 finden war auch den Namen der Mutter der 7 Söhne verzeichnet S amu na, Schmuni (von anderen wird sie Salomona oder Salomonis genannt) und der Stadttheil von Antiochia, wo die Gräber sich befinden sollten, das Kerateum. Und der byzantinische Chronist Malaies lässt die Hinrichtung gegenüber dem Zeus Kasios auf dem stets ״seufzenden“ Berg kurz vor Antiochia stattfinden, ßampolla gelingt es, den im Alterthum nicht genannten ״stets seufzenden“ Berg mit dem im Stadtkreis von Antiochia liegenden Silpius zu identificiren, den man noch zur Zeit der Kreuzzüge mit Höhlen und Grotten durchsetzt und von kleinen Rinnsalen durchrieselt sah, deren Wasser im Kalkstein tropfenweise durchsickerte und das ״seuizende“ Geräusch veranlasste. Ferner unternimmt es der gelehrte Cardinal, den Text des II. Maccab. Buches mit Malalas Angabe wegen des Begrähnissortes in Einklang zu setzen. Malalas erzählt, dass Judas Maccabäus, der Held, nach Antiochia gekommen sei und von Demetrianus (Demetrius Soter) erlangt habe, dass dieser ihm die Gebeine der Märtyrer ausliefere, um sie im Kerateum, welches Rampolla als das Judenquartier im Osten der Stadt nach reist, zu begraben; denn da sei die Synagoge der Juden. Diese Concession des Antioclius Eupat-or (für den Malalas Demetrius Soter fälschlich setzt) an Judas (der gewiss nicht persönlich nach Antiochia gekommen ־war) lässt Rampolla mit II. Maccab. 11,15 übereinstimmen,

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