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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 4 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 4
Article
Die Maccabäer als christliche Heilige
Date
1900-01-01
Page
Seite 151 (sequence 7)
Language
German
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Die Maccabäer als' christliche Heilige. 151 Marius Victorius — richtiger von dem heiligen Hilarius von Arles — singt ebenfalls von Antiochia als dem Wohnort der Mutter mit den sieben Söhnen. Selbst nach Africa zu dem heiligen Augustinus ist der Ruhm der Basilica Sb0311111־ Macchahäonnn zu Antiochia gedrungen, den auch ein Veroneser Maimscript des IX. Jahrhunderts der Werke des heil. Isidorus von Sevilla bestätigt. Endlich lautet eine Stelle in dem Itinerarium des Antoninus aus Piacenza, das man seit 1640 kennt, und das vor einigen Monaten in der vorzüglichen Ausgabe der Jerusalempilgerfahrten von Paul Geyer in doppelter Recension abgedruckt ist, dass der fromme Pilger, dessen Notizen Antoninus benützte, um 550 nach Christus sieben Gräber der Maccabäer zu Antiochia sah. Von diesem Itinerarium, von dem später noch einmal die Rede sein soll, giebt es zwei Handschriftenklassen; die erste (St. Gallen und Zürich) spricht von 9 Gräbern, die zweite (Brüssel, München, Bern) von 7 Gräbern: ״et fratres Macchabaei, hoc est septem Sepulcra“. Nach genauer Prüfung der Geschichte all dieser Handschriften scheint mir die bisher als minder werthig angesehene Brüsseler Handschrift die theilweise ältere zu sein; für sie hat auch Geyer einige ursprünglichere Lesarten angenommen. Die Züricher Handschrift (frühe]־ in Rheinau) ist von 900; die - St. Galler ist älter (s. Geyer 1. c. und in zwei Gymnasialprogr. von Erlangen und Augsburg); die letzte Hälfte der Brüsseler Handschrift, in der Antiochia erst fast am Schlüsse genannt ist, ist aus dem Anfang des IX. Jahrhunderts, also am ältesten. Man hat die 2. Klasse niederer geschätzt, weil einige Orte darin in verkehrter Reihenfolge genannt sind, aber dies kann gerade so gut ein Zeichen höheren Alters der 2. Klasse sein; denn die Möglichkeit ist vorhanden, dass die Notizen von des Antoninus Gewährsmann auf einzelnen Zetteln standen und durcheinander kamen, wie auch Rudolf von Fulda von den Aufzeichnungen des Mago, des Biographen der 111g. Leoba, erzählt. So mögen sie erst bei dem Original der ersten Handschriltenklasse des Itinerariums richtig geordnet worden sein. — Wir nehmen daher die Lesart von 7 Gräbern an. — Einen noch sichereren Hinweis auf das Martyrium in Antiochia bildet die ganz besonders genaue Uebereinstimmung darüber in der westlichen und der orientalischen Kirche. Wenn man bei Nilles Kalendarium Manuale (2. Aufl. 1894) nachschlägt, so findet man im Martyrologium Romanum wie im Syro-maronitischen Ritus, im ordo festorum der

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